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Ihr systematisches Framework für Innovationsmanagement

Marena von Amende
Mittwoch, 06. Mai 2020

Im Laufe des letzten Jahrhunderts schrumpfte die durchschnittliche Lebensdauer eines Unternehmens drastisch um bis zu 80% auf etwa 18 Jahre (McKinsey & Co, MD, Dominic Barton, 2016). Wir wissen, dass Innovation sowie ständige Neudefinition von Kernthemen die Wege sind, um den Erfolg eines Unternehmens dauerhaft zu sichern und ein gesundes Wachstum zu erreichen. Vor diesem Hintergrund müssen Prozesse, die auf die Exploitation bestehender Geschäfte abzielen (also die kommerzielle Auswertung alles Bekannten), durch explorative (also rein zukunftsgerichtete) Aktivitäten ergänzt und ausgeglichen werden. Auf Unternehmensebene erfordert dies neue Funktionen mit dem Ziel, zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten zu identifizieren.

Um nur ein Beispiel zu nennen: Ein Unternehmen, das Abgasfilter für den Kohlebergbau herstellt, agiert aktuell wie folgt. Der Fokus aller Aktivitäten zielt darauf ab, die Erträge des laufenden Geschäftes zu maximieren. Nichtsdestotrotz wird auch in die Suche nach alternativen Anwendungsbereichen investiert, um das vorhandene Wissen gewinnbringend einzusetzen. So werden Risiken gestreut und neue Einnahmequellen gesichert. Um genau zu sein, zielen diese Bemühungen darauf ab, Antworten auf die Frage zu finden: Wie kann ich mein vorhandenes Wissen sinnvoll auf neue Produkte oder neue Märkte anwenden, wenn der laufende Dekarbonisierungstrend weiter voranschreitet?

Leichter gesagt als getan. So erleben wir in unserem täglichen Geschäft zahlreiche Organisationen, die sich schwer tun, ein angemessenes Gleichgewicht zwischen ihren exploitativen - und explorativen Aktivitäten zu finden.

COFIM | Control Objectives for Innovation Management


Lassen Sie uns zunächst einen wesentlichen Roadblock im Detail betrachten: Klarheit, Struktur und Blueprints sind im Hinblick auf Innovationsfunktionen Mangelware. Organisationen haben über mehr als ein Jahrhundert gelernt, den Kern ihres Geschäfts auf immer effizientere Weise für sich zu nutzen. Heute sind die entscheidenden Parameter, die ein hocheffizientes Agieren ermöglichen, ausreichend untersucht und sehr gut verstanden. Für den Aufbau und den Betrieb solcher Leistungsmerkmale, stehen Managern zahlreiche nützliche Instrumente zur Verfügung, die die notwendige Anleitung bieten. Um nur zwei Beispiele zu nennen: COBIT (Control Objectives for Information and Related Technology) und ITSM (IT Service Management) sind etablierte Frameworks für das IT-Management.

Innovation Consulting Framework - Control Objectives for Innovation Management

Für eine lange Zeit war die Wahrnehmung von Innovationseinheiten im Unternehmensumfeld ein weiterer Roadblock. Obwohl der Bedarf an Innovation immer größer wurde, setzte man dieses Themenfeld ausschließlich mit Ideengenerierung, Kreativität und/ oder ‘Design Thinking’ gleich; oder es war allein den exzentrischen Köpfen eines Unternehmens vorbehalten. Die hohe Relevanz eines ganzheitlichen Innovationsmanagements für den zukünftigen Erfolg eines Unternehmens hat sich in vielen Vorstandsetagen erst in jüngster Zeit manifestiert. Daher mangelte es sehr lange an zielorientierten Richtlinien, die Manager bei der Einrichtung von explorativen Funktionen berücksichtigen sollten.

Ein systematischer Weg in die Welt der Innovationsführer


Erfolgreiche Innovation Leader in Unternehmen wie Cisco, DMK, KSB haben ihre Innovationsfunktionen häufig auf der Grundlage maßgeschneiderter Frameworks aufgebaut, die sie von Grund auf konzipiert und stetig weiterentwickelt haben.

COFIM (Control Objectives for Innovation Management) ist ein Framework, welches auf der Grundlage von mehr als 10 Jahren Erfahrung und intensiver Zusammenarbeit mit Innovationsführern entwickelt wurde. Es dient dazu, Schwerpunkte zu setzen, systematisch neue Kompetenzen in einer Organisation zu formen und die Fortschritte in den wichtigsten Fachgebieten zu überwachen. Vier zentrale Dimensionen beschreiben dieses universelle Framework.

 

Innovation-Framework-DE

 

Strategie & Positionierung

Definieren Sie langfristige Ziele und integrieren Sie Innovationsinitiativen sinnvoll in Ihre Unternehmensstruktur

Eine Beispielsituation: Aufgrund des steigenden Drucks, verursacht durch junge Unternehmen, die mit neuen Geschäftsmodellen in das eigene Marktsegment eintreten, hat die Geschäftsführung (GF) eines deutschen KMUs die Implementierung einer Innovationsfunktion angeordnet. Die GF erwartet "Ideen", um dieser Entwicklung entgegengewirkt zu können. Doch die neue Innovationsmanagerin muss schnell feststellen: Das einfache Sammeln von Ideen reicht nicht aus. Für ein begründetes Vorgehen mangelt es an strategischer Grundlage sowie einer klar definierten Zielrichtung. Bislang aber, hat die GF das ganzheitliche Zusammenspiel jeglicher Innovationsaktivitäten nicht erkannt. Dementsprechend ist die Wirkung der umgesetzten Maßnahmen gering und langfristiger Support und Commitment unwahrscheinlich.

Um erfolgreiche Innovationsprozesse und -Strukturen zu schaffen, ist eine klare interne Positionierung im Rahmen der bestehenden Unternehmensstrategie unumgänglich. Die anschließende Definition von Zielen sowie die strategische Kommunikation der erforderlichen Maßnahmen schaffen Bewusstsein, und erhöhen somit die Relevanz der Aktivitäten. Gleichzeitig ist dies die Ausgangsbasis um den Erfolg der Aktivitäten tatsächlich messbar zu machen - oft der Schlüssel für einen langfristigen Support durch das Management.

Organisation & Steuerung

Schaffen Sie Strukturen und Kanäle, die sich alle Beteiligten zunutze machen können

Eine Beispielsituation: Wir betrachten ein Unternehmen, in dem die Personalabteilung zusammen mit der Strategieabteilung das Ziel verfolgt, eine gemeinsame Plattform zur Überwachung und Bewertung von Trends zu implementieren. Nach 6 Monaten zeigt sich, dass das Tool kaum genutzt wird. Ein interner Berater kommt zu dem Ergebnis, dass die Rollenverteilungen bzgl. Gestaltungen und Entscheidungen zum neuen Tool unklar sind. Der Aufbau von Routinen und Management für die entsprechenden Kommunikationskanäle, sowie die damit einhergehende Integration in das interne Umfeld, sind weder einer einzelnen Person, noch einem ganzes Team klar zugeteilt.

Für die Steuerung und Leitung innovationsbezogener Aktivitäten sind Prozesse und Kanäle ebenso notwendig wie definierte Rollen und Strukturen zur Entscheidungsfindung. Folglich müssen die richtigen Ressourcen eingesetzt und aktiviert werden. Denn, nur mit einer klaren Organisation und Führung kann der langfristige Erfolg der ergriffenen Maßnahmen sorgfältig überwacht werden.

Kultur

Etablieren Sie eine gemeinsame, zukunftsorientierte Unternehmenskultur, die organisatorisches Lernen und Innovation ermöglicht

Eine Beispielsituation: Das Executive Management des hier im Fokus stehenden Unternehmens ist aktuell damit beschäftigt, ein neues Technology Management einzuführen. Der verantwortliche Innovation Director hat sein Team - bestehend aus zwei Innovationsmanagern und einem Werkstudenten - damit beauftragt, über die komplette Organisationen hinweg ein "Emerging Tech"-Netzwerk aufzubauen. Während der Pilotphasen muss das Team feststellen, dass die physische Trennung der Business Units in Kombination mit einem fragwürdigen Vergütungssystem das Silodenken stark begünstigt. Menschen zögern, wenn es darum geht, sich aktiv zu beteiligen und sich hinsichtlich ihrer Erkenntnisse mit den verschiedenen Abteilungen auszutauschen.

Eine positive Innovationskultur ist der Grundstein für einen nachhaltigen Return on Innovation. Formate und Plattformen, die die Menschen zum aktiven Mitwirken motivieren und eine funktionsübergreifende Kommunikation anstoßen sind gefordert. Mitarbeiteranreize und Belohnungen können zusätzlich eingesetzt werden, um das Engagement weiter zu steigern. Tatsächlich ist die Veränderung der Kultur ein stetiger Prozess, der gegenseitiges Verständnis, Vorbilder im Management und solides Engagement erfordert.

Insights & Fähigkeiten

Daten erzeugen und verwenden

Eine Beispielsituation: Ein Teamleiter, verantwortlich für Technologie-Scouting-Aktivitäten eines Pharmaunternehmens hat mit seinem Team bislang sehr gute Arbeit geleistet, indem er eine große Datenbank mit relevanten Technologien für die verschiedenen Entwicklungseinheiten aufgebaut und gepflegt hat. Daher wurde sein Aufgabengebiet nun erweitert. Weiterführend geht es nun darum, sowohl das Reporting auszubauen, als auch regelmäßig Handlungsempfehlungen an das Management abzugeben. Ziel ist es, kurze Prototyping-Projekte und Hackathons zu initiieren. Für den Teamleiter bedeutet dies zunächst weitere Kenntnisse über den ganzheitlichen Innovationsansatz zu sammeln, um anschließend sein Team auf diese neue Herausforderung vorzubereiten.

Das noch fehlende Puzzleteil dieses Frameworks ist die Fähigkeit einer Organisation und seiner Mitarbeiter, Innovationen von ihrer initialen Idee bis hin zur zur entscheidenden Planung und Implementierung in zielgerichtete Abläufe zu bringen.

Durch die Implementierung verschiedener interner und externer Kanäle sind Informationen, die aus Scouting-Aktivitäten hervorgegangen sind, in der Lage, Ihre Innovationsinitiativen zu fördern und zu erweitern.

Gescoutete Informationen gelangen durch ein passendes internes und externes Innovations-Wissensnetzwerkes in die Innovationsfunktion. So sind Sie Ihren Konkurrenten immer einen Schritt voraus. Die Wirkung solcher Informationen zeigt sich dann, wenn Ihr Unternehmen dieses neu gewonnene Wissen für die Entwicklung neuer Lösungsansätze nutzen kann. Visualisierungen und Präsentationsmethoden zur Kommunikation stärken die interne und externe Sichtbarkeit sowie Identifikation.

Für eine maßgeschneiderte Toolbox muss das Rad nicht neu erfunden werden


Jede einzelne der vier Dimensionen lässt sich in Teilkomponenten aufbrechen, die sich - sofern mit den passenden Tools bestückt - weiter ausgestalten und reifen lassen. Sie schaffen Ihre Toolbox.

Mit fortschreitender Entwicklung Ihrer Toolbox kristallisiert sich Schritt für Schritt eine vollständig maßgeschneiderte und einzigartige Lösung heraus, die Ihre individuelle Unternehmensvergangenheit, Zukunftsstrategie und Innovationskultur repräsentiert.

Unterstützung bei der Entscheidung, welche Maßnahmen am dringendsten zu ergreifen sind und welche als erstes mit den entsprechenden Tools bestückt werden sollten, bietet das ITONICS Maturity Assessment.

COFIM beweist: Es ist nicht notwendig, bei Null anzufangen. Machen Sie sich die Erfahrung zahlreicher Innovationsführer zunutze und setzen Sie auf das bereits vorhandene, systematisierte Wissen. So ist eine Balance zwischen Exploration und Exploitation und damit der Erfolg Ihrer Initiative greifbar.

Wir von ITONICS haben bereits zahllose Innovationsführer und -teams aus allen Branchen beraten und ihnen geholfen, ihre Innovationsmanagement-Aktivitäten zu gestalten und auszubauen. Wir freuen uns, auch Sie beim Einsatz von COFIM für den Auf- und Ausbau Ihrer Innovationsfunktion zu unterstützen.
Innovation Consulting Framework - Control Objectives for Innovation Management

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