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Mit Künstlicher Intelligenz die Trends von morgen entdecken

Dienstag, 25. Februar 2020

Viele Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, aus einer schwer zu überblickenden Vielfalt von Technologien, Trends und Innovationen die richtigen Ableitungen zu treffen und diese umzusetzen. Wie kann bei diesem Prozess KI ein erfolgreiches Innovationsmanagement unterstützen? Wir haben Im Rahmen eines Interviews mit Christian Mühlroth, unserem CCO, über "KI-Bots", Change-Prozesse und KI-Augmentation gesprochen. Weitere Informationen zu dem spannenden Thema gibt es im Digital Innovation Podcast von Artur Schefer #030, #031 und #032.

Trends-and-Technologies-Innovating-Banking-Industry-VoiceHier können Sie sich das komplette Interview des Digital Innovation Podcast anhören.

Wie kann künstliche Intelligenz für einen erfolgreichen Innovationsprozess genutzt werden?

Christian Mühlroth: Die Technologien rund um KI und maschinelles Lernen sind inzwischen sehr weit fortgeschritten, so dass sich eine Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten ergibt: In dem front-end of innovation (also den frühen Phasen des Innovationsprozesses) können mit Hilfe von KI beispielsweise neu aufkommende Trends oder neue Technologien frühzeitig erkannt werden. Das hat den klaren Vorteil, dass sich Unternehmen rechtzeitig mit neuen Entwicklungen auseinandersetzen können und ihnen dadurch mehr Zeit bleibt, passende Antworten auf die sich andeutenden Veränderungen zu finden, um damit neue Wachstumschancen zu erarbeiten. Gerade in turbulenten Märkten kann dies zu einem bedeutenden Wettbewerbsvorteil führen.

Gibt es darüber hinaus noch weitere spannende Einsatzfelder?

Christian Mühlroth: Ein weiterer bedeutsamer Anwendungsfall ist die strategische Wettbewerbsbeobachtung mit Hilfe des maschinellen Lernens. Hiermit können bekannte Marktbegleiter, aber auch Startups und Venture-Capital Investments beobachtet und eingeordnet werden. Auch lässt sich die Beobachtung auf geografische Gebiete (wie Regionen und Länder) anwenden. Typische Fragestellungen sind hier z. B. “Wer kontrolliert die Technologien, die ich brauche?”, “Welche Unternehmen besetzen welche Themen- und Technologiefelder, und warum?” und “Wohin bewegt sich der Markt?”.

In welcher Form und an welcher Stelle kommt KI bei ITONICS zum Einsatz?

Christian Mühlroth: Wir bei ITONICS unterstützen unsere Kunden dabei, die Potenziale der KI und des maschinellen Lernens für sich zu nutzen; unter anderem auch durch einen immer höheren Anteil an KI-Algorithmen und -Features in unserer digitalen Innovationsplattform.

DMK Trend Scouting Success Story

Was sind die Vorteile des Einsatzes von KI? Kannst Du uns hier ein paar Beispiele nennen?

Christian Mühlroth: Eine der größten Herausforderung im Bereich der Innovation und des technologischen Wandels ist die menschliche Befangenheit. Abweichungen vom Status Quo bedeuten Veränderung, und insbesondere große Veränderungen werden oftmals als Bedrohung wahrgenommen. Hierfür gibt es unzählige Beispiele, angefangen bei der Dampfmaschine, der Industrialisierung, dem Aufkommen des Automobils; heute sind es u. a. die Themen erneuerbare Energien, Digitalisierung und KI. Eine KI kennt diese Befangenheit nicht. Und das ist ihr großer Vorteil: Der sogenannte “human experience bias” wird vermieden, weil die KI ausschließlich faktenbasiert handelt. Einmal eingerichtet kann eine KI zudem in einer beliebigen Höhe multipliziert werden somit können beliebig viele KI-Bots eine unbegrenzte Anzahl an Themen und Suchfeldern für Unternehmen beobachten, was gerade kostenseitig die “economies of scale” sehr schnell eintreten lässt. Eine gleichwertige Anzahl an menschlichen Ressourcen wäre um ein Vielfaches kostspieliger.

Was müssen Unternehmen beachten, die Innovationsmanagement mit KI einsetzen?

Christian Mühlroth: Wie mit allen neuen Technologien wird sich auch die KI im Innovationsmanagement für jedes Vorhaben individuell beweisen müssen. Die Skepsis gegenüber KI in diesem Bereich ist - oft berechtigterweise - hoch. Deshalb ist es wichtig, gerade zu Beginn erste schnelle Erfolge mit einfachen use cases zu erzielen und dann die Integrationstiefe und Komplexität der Anwendungen Schritt für Schritt zügig auszuweiten. Damit KI dauerhaft implementiert werden kann, gilt es zudem, Vertrauen zu schaffen. Das Ziel soll nicht sein, Menschen zu ersetzen, sondern zu unterstützen - ein bedeutsamer Unterschied. Das Teilen von Erfolgsgeschichten, der Einbezug der Menschen in den Prozess und das agile, schrittweise Vorgehen bei der Implementierung und Ausweitung von KI sind typische Erfolgsfaktoren - wie bei allen Change Prozessen.

Wie sieht die Zukunft aus?

Christian Mühlroth: Der Begriff “AI Augmentation” beschreibt die kurzfristig zu erwartende Entwicklung in diesem Bereich sehr gut: Der Mensch wird nach wie vor im Zentrum stehen, und um ihn herum wird die KI seine Fähigkeiten erweitern, vertiefen und seine Geschwindigkeit extrem erhöhen. Auf kurze Sicht wird damit eine Vielzahl neuer Anwendungsfälle entstehen. So gibt es bereits erste erfolgreiche Einsätze von KI im Innovationsmanagement zur Generierung und vor allem zum Prüfen neuer Geschäftsideen, zur Bewertung von Startups, zum Zusammenstellen von Teams für Innovationsvorhaben, als auch zur Unterstützung im Branding und in der Positionierung von Innovationen. Und während sich Unternehmen und insbesondere Innovationsführer schrittweise an den momentanen Stand der Technik gewöhnen, geht die Forschung langfristig bereits einen Schritt weiter: Sie entwickelt derzeit eine neue Technologie, welche Investmentstrategien und -entscheidungen vollautomatisch und KI-gesteuert abwickelt. Damit sollen neue Innovationen nicht nur bereits im Vorfeld bewertet, sondern auch automatisch abgewickelt werden können - ein Forschungsfeld, was in geraumer Zeit sicherlich erneut Schlagzeile machen wird.

 

Christian Muehlroth Christian Mühlroth ist Experte für Innovationsmanagement und Machine Learning, Speaker und der CCO (Chief Commercial Officer) von ITONICS, einem dynamischen und schnell wachsenden Software- und Lösungsunternehmen im Bereich der Wachstumsstrategie und des Innovationsmanagements. Seit seinem Einstieg bei ITONICS in 2011 leitete er unterschiedliche Teams von Innovationsexperten und betreut in dieser Funktion zahlreiche internationale Projekte in verschiedenen Branchen.


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