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Relevante Trends und Technologien erkennen

Emily Djock
Dienstag, 20. Juli 2021

Um sich auf die Zukunft vorzubereiten, müssen Unternehmen sorgfältig abwägen, wo sie im Innovationsmanagement ihren Fokus setzen wollen (Where to Play), wie sie wachstumsfördernde Strategien entwickeln können (How to Win) und welche Maßnahmen zu deren Umsetzung erforderlich sind (What to Execute). Um den ersten Schritt, Where to Play, erfolgreich zu bewältigen, sollten sich Führungskräfte über die Risiken und Chancen im Klaren sein, die Veränderungen auf dem Markt mit sich bringen.

Das Wissen um Trends und neue Technologien ist unerlässlich, um Wachstumschancen in der sich schnell verändernden Welt von heute zu erkennen. Zwar sind alle Trends und Technologien wichtig, einige davon aber relevanter als andere. Diese Relevanz gilt es systematisch aufzudecken.

 

Das Verständnis von Veränderungen im unmittelbaren Unternehmensumfeld bildet für Entscheidungsträger und Innovationsexperten die Grundlage für eine zukunftsgerichtete Anpassung der Strategie. Doch wie können Teams angesichts der großen Mengen an Informationen, die heute im Geschäftsumfeld verfügbar sind, relevante Trends erkennen, die einen Wettbewerbsvorteil durch Innovation ermöglichen?

Vom Umfeldscanning zu sinnstiftenden Maßnahmen

Beim Umfeldscanning wird systematisch nach Anzeichen des Wandels gesucht, die sich aus einer Vielzahl von Quellen ableiten lassen. Dieser Prozess ist von grundlegender Bedeutung, um herauszufinden, wie Organisationen ihre Ziele, Prozesse, Portfolios und Mitarbeitenden ausrichten sollten, um die größtmögliche Wirkung zu erzielen. Um jedoch vom Scannen dieser schwachen Signale zu aussagekräftigen Datensätzen - den Vorläufern aussagekräftiger Trends - zu gelangen, sind Bewertungsprozesse erforderlich, die auf qualitativen sowie quantitativen Methoden beruhen. 

Das Sammeln von Informationen im Umfeldscanning-Prozess kann durch automatisierte Verfahren und den Einsatz von künstlicher Intelligenz beschleunigt werden. Durch den Einsatz von KI können große Datenmengen ausgewertet werden, was manuelle Arbeit reduziert und wiederum neue Kapazitäten für die qualitative und intuitive Analyse freisetzt. Ausgehend von großen Datenbeständen, die bereits durch Automatisierung gekennzeichnet und kategorisiert wurden, wird im Prozess eine Kombination aus maschineller und menschlicher Intelligenz genutzt, um Daten zu gruppieren und zu bewerten. 

Die Bewertung der Relevanz muss sowohl externe Faktoren als auch die jeweiligen organisatorischen Variablen berücksichtigen. Der Einsatz eines klar definierten Bewertungssystems für diese Variablen sollte sowohl qualitative als auch quantitative Datenpunkte sowie abteilungsübergreifendes Fachwissen beinhalten, um möglichst zuverlässige Ergebnisse zu erzielen. 

Faktoren für die Relevanz von Trends und Technologien


Was sind Trend- und Technologiebewertungen?

Bewertungskriterien können eingesetzt werden, um schwache Signale, Inspirationen oder Datencluster zu bewerten, die auf einen Trend hindeuten. Bewertungskriterien können auch verwendet werden, um aufkommende Technologien nach ihrer Relevanz und Bedeutung für eine Branche oder ein bestimmtes Unternehmen zu bewerten. So wird auch sichergestellt, dass die Bewertung einheitlich, ohne Verzerrung und aus einer ganzheitlichen Perspektive erfolgt.

Trends und Technologien können dabei ähnliche Bewertungskriterien aufweisen. Aufgrund der unterschiedlichen Kräfte, die sie auf den Markt ausüben (d. h. Trends = Pull; Technologien = Push), kann es jedoch erforderlich sein, die Bewertung getrennt zu betrachten. Ein Trend gewinnt seine Relevanz durch die Bestimmung seiner Marktdurchdringung und seines Einflusses, den er erlangt hat. Eine Technologie hingegen wird anhand ihrer Komplexität und ihres Entwicklungsstandes bewertet.

Auch zeitliche Dimensionen, branchenspezifische oder geografische Verbreitung, Nachhaltigkeitskriterien und Auswirkungen auf das unmittelbare und periphere Umfeld sind wichtige Kriterien, um die Relevanz von Trends und Technologien einzugrenzen. 

TIPP

Überlegen Sie, wer in Ihrer Organisation welche Kriterien am besten bewerten kann. Eine weitere Möglichkeit hinsichtlich der Rolle von Experten, besteht darin, herauszufinden, wer in welcher Phase des Bewertungsprozesses am besten geeignet wäre, eine Einschätzung abzugeben.


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Mit ITONICS relevante Trends und Technologien bewerten

Jeder Trend und jede aufkommende Technologie auf der Innovationsplattform von ITONICS wird mit Bewertungen versehen, die Metriken zur Marktdurchdringung, Reichweite und Anwendung angeben. Zu verstehen, was diese Bewertungen bedeuten und wie sie abgeleitet werden, hilft Unternehmen, ihre Aufmerksamkeit zu fokussieren und zu erkennen, wo sie ansetzen sollten.

Unser Analystenteam nutzt erweiterte Suchabfragen und das ITONICS Insights-Tool, um relevante Informationen aus quantifizierbaren historischen und aktuellen Daten zu sammeln. Dieser Prozess wird durch qualitative Forschung unterstützt, um die Bewertung statistisch abzuleiten.

ITONICS hat seine Trend- und Technologiebewertungen auf der Grundlage der folgenden vordefinierten Kriterien getroffen:

Trends:

  • Reichweite
  • Mögliches Potenzial
  • Zeitliche Markt-Einflussnahme
  • Anwendungs-Level

Aufkommende Technologien:

  • Reichweite
  • Mögliche Auswirkungen
  • Komplexität
  • Technologie-Reifegrad (TRL)

Hier erfahren Sie, wie ITONICS diese Trend- und Technologiebewertungen herleitet:

Kriterien zur Bewertung von Trends und Technologien


Eigene Bewertungskriterien für Trends und Technologien definieren

Um zu verstehen, was jeder Trend und jede neue Technologie für ein Unternehmen bedeuten könnte, sollten Innovationsteams in einem internen Workshop jedes Element auf der Grundlage individueller branchen- und unternehmensspezifischer Parameter gemeinsam bewerten. 

ITONICS schlägt die folgenden internen Bewertungskriterien vor, die jedes Unternehmen berücksichtigen sollte:

Trends:

  • Business-Relevanz: Wie relevant ist dieses Element für Ihr Unternehmen?
  • Strategischer Fit: Wie gut passt der Trend in die Gesamtstrategie Ihres Unternehmens?
  • Handlungsbedarf: Wie wichtig ist es, dass Ihre Organisation Maßnahmen ergreift?

Aufkommende Technologien:

  • Attraktivität der Technologie: Wie hoch ist der potenzielle Wert der Technologie?
  • Internes Know-how: Über wie viel internes Know-how verfügt Ihr Unternehmen im Hinblick auf diese Technologie?
  • Handlungsbedarf: Wie wichtig ist es, dass Ihr Unternehmen in Bezug auf diese Technologie Maßnahmen ergreift?

Die oben genannten Bewertungen sind in der ITONICS Innovationsplattform voreingestellt. Organisationen können die Bewertungskriterien jedoch an ihre eigenen Bedürfnisse und Arbeitsabläufe anpassen. 

Verschiedene Elemente in der Plattform können auch verschiedene Arten von Bewertungskriterien erfordern. Zum Beispiel können Teams ihre Ideen, Konzepte, Prototypen, Lösungen oder Fähigkeiten gemeinsam bewerten, indem sie ihre eigenen Bewertungskriterien festlegen.

Zu den üblichen Bewertungskriterien gehören:

Kriterium

Definition

Mögliche Skala

Neuheitsgrad Wie neu ist die Idee? Neu in der Geschäftseinheit, neu im Unternehmen, neu im Geschäftsumfeld, neu in der Branche, neu in der Welt
Kundenbedarf Wie wichtig ist die Lösung für die Kunden? Basisanforderung, Qualitäts- & Leistungsanforderung, Begeisterungsanforderung (siehe Kano-Modell)
Kunden-Validierung Wie zufrieden sind die Testnutzer? Analyse der Umfrageergebnisse bei den Kunden
Kosten-Nutzen-Verhältnis Wie viel Nutzen ergibt sich aus den Kosten? ROI: 0-1 %, 1-2 %, 3-5 %, 6-10 %, 11-20 %, >2 0%
Teamstärke Wie gut ist das Team in der Lage, die Innovation umzusetzen? Sehr begrenzt bis sehr stark (bzgl. der erforderlichen Fähigkeit)


Die interne Bewertung von Trends, aufkommenden Technologien und anderen innovationsrelevanten Elementen ist eine wichtige Aufgabe im gesamten Innovationsmanagement. Wenn der Bewertungsprozess in der Phase des Umfeldscannings durchgeführt wird, sind Innovationsteams in der Lage den notwendigen Konsens herzustellen, um die strategische Relevanz der gesamten Innovationsarbeit zu gewährleisten, die Akzeptanz zu stärken und gezielte Maßnahmen für künftiges Wachstum zu ergreifen.

Im Allgemeinen gibt es zwei Ansätze für die Zuweisung interner Bewertungsverantwortlichkeiten: den Community- und den Expertenansatz. Beim Community-Ansatz werden alle Mitglieder einer Gruppe, in der Regel alle Mitarbeiter, zur Bewertung aufgefordert; dies eignet sich häufig für die Bewertung von Ideen anhand allgemeiner Kriterien. Beim Expertenansatz wird die Bewertung auf eine bestimmte Gruppe von Personen beschränkt, die ihr Fachwissen entweder in einem bestimmten Bereich oder in der strategischen Vorausschau anwenden; dies ist oft für die Bewertung von Trends oder Technologien auf der Grundlage spezifischer Kriterien geeignet.

Je nach Ansatz und Zielsetzung kann der Bewertungsprozess kontinuierlich oder punktuell erfolgen. Organisationen oder Innovationsteams können Kampagnen starten oder Workshops veranstalten, um gezielte Bewertungen für die jährliche oder vierteljährliche Aktualisierung des Trend- und Technologieportfolios zu sammeln. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass Unternehmen ihre Umfeldscanning-Aktivitäten auf ihre strategischen Ziele abstimmen. 

Radar-Visualisierungen zur Erkennung relevanter Trends und Technologien

Trend- und Technologieradare auf der Grundlage von STEEP-Segmentierungen und definierten Bewertungskriterien ermöglichen eine gefilterte Darstellung der gesammelten Daten. Möchte eine Organisation beispielsweise nur die Technologien anzeigen, die mit einem hohen Handlungsbedarf bewertet wurden, kann der Radar auf diese Ansicht gefiltert werden. Strategische Entscheidungen in der Unternehmensplanung und -steuerung können dadurch methodisch nachvollziehbar und qualitativ hochwertig getroffen werden.

TIPP

Der interaktive Radar kann alle Elemente auf der Grundlage ihrer jeweiligen Bewertung visualisieren. Dieser Überblick hilft Ihnen dabei, Ihre Unternehmenssituation aus verschiedenen Sichtweisen zu interpretieren und mögliche nächste Schritte abzuleiten.

 

Lesen Sie auch: Trendradare und ihre Relevanz in Unternehmen


FAQs:

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