Globale Trendscouting-Community von DMK im Aufbau
Mit ITONICS hat DMK eine globale Trendscouting-Community aufgebaut, um frühzeitig Food-Trends zu identifizieren und neue Geschäftschancen zu nutzen.

123 Trends aus Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion, Getränke und Vertrieb – bewertet nach Zeithorizont und Wirkungspotenzial. Teams aus der Lebensmittel- und Getränkeindustrie verfolgen sie in ITONICS und verknüpfen jeden Trend mit den betroffenen Projekten.

Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie geriet 2025 in eine Rentabilitätskrise: Das Verbraucherverhalten veränderte sich schneller, als sich die Supply Chains anpassen konnten. Nach Jahren der Inflation stabilisierten sich die Lebensmittelpreise, gleichzeitig sank der Absatz um 4,2 %. Die Menschen kauften nicht weniger, sondern anders ein.
Gleichzeitig beschleunigten sich 2025 Entwicklungen, die die Branche grundlegend verändern können. Regenerative Landwirtschaft entwickelte sich vom Nischenthema zum Mainstream: Walmart will bis 2027 20 % seines Obstes und Gemüses von regenerativ wirtschaftenden Betrieben beziehen, PepsiCo weitete sein Programm auf zwei Millionen Acres aus.
Mehrere Kräfte wirken dabei zusammen: Der Klimawandel erhöht die Risiken konventioneller Landwirtschaft, Gesundheitstrends fragmentieren Massenmärkte und neue Technologien machen personalisierte Ernährung wirtschaftlich attraktiv.
Die Unternehmen, die 2026 vorne liegen, verstehen die Veränderungen von 2025 als Neustart des Marktes. Sie richten ihre Portfolios auf Gesundheit und Nachhaltigkeit aus, investieren in alternative Proteine und akzeptieren, dass Größe ohne Anpassungsfähigkeit heute zum Risiko wird.
Dieser Trendreport zeigt die wichtigsten Entwicklungen in Landwirtschaft, Lebensmittel- und Getränkeindustrie.
Die Trends im diesjährigen Report zeigen, wie die Marktverwerfungen von 2025 den Fokus verschoben haben: Gefragt sind Technologien mit direktem Nutzen. Regulatorische Compliance ist dagegen längst Grundvoraussetzung. Gleichzeitig gewinnen Innovationen rund um intelligente Verpackungen weiter an Bedeutung und ergänzen neue Kennzeichnungsvorschriften.
Sie werden zum strategischen Differenzierungsmerkmal, weil sie Lebensmittelverschwendung, Transparenz in der Supply Chain und die Interaktion mit Verbrauchern gleichzeitig verbessern. Aktive Verpackungen verlängern die Haltbarkeit, Sensoren prüfen die Frische und QR-Codes schaffen vollständige Rückverfolgbarkeit. Was bei Premiumprodukten begann, erreicht zunehmend den Massenmarkt. Damit adressiert der Trend die zentralen Herausforderungen von 2025: Margendruck, Nachhaltigkeitsvorgaben und den Wunsch nach belastbaren Nachweisen statt bloßer Versprechen.
Diese Entwicklungen zeigen: Technologie schafft heute nicht nur Compliance und Effizienz, sondern Differenzierung und Resilienz. Innovation entsteht dabei ebenso in Verpackung und Landwirtschaft wie in der Produktentwicklung.
Technologien wie autonome Landmaschinen und AI-gestützte Präzisionslandwirtschaft machen die landwirtschaftliche Produktion effizienter und nachhaltiger. Gleichzeitig rücken nachhaltige Verfahren, gemeinschaftliche Ansätze und die Einbindung junger Menschen stärker in den Mittelpunkt.
Ökologische Entwicklungen fördern Biodiversität und einen sparsameren Umgang mit Wasser. Politische Vorgaben und neue Fördermodelle beschleunigen nachhaltige Verfahren. Zusammen weisen diese Trends den Weg zu einer intelligenteren und widerstandsfähigeren Landwirtschaft.
Im Folgenden stellen wir die drei wichtigsten Entwicklungen in der landwirtschaftlichen Produktion vor. Laden Sie hier die vollständige Liste aller 123 Trends herunter, die Landwirtschaft sowie die Lebensmittel- und Getränkeindustrie 2026+ prägen.
Kurzfassung: Synthetische Biologie ermöglicht Nutzpflanzen mit gezielt entwickelten Eigenschaften wie höherem Nährwert und besserer Klimaresilienz.
Aktuelle Situation: Synthetische Biologie ist ein junges Forschungsfeld, mit dem sich neue biologische Prozesse entwerfen und Nutzpflanzen gezielt verändern lassen. Anders als klassische genetische Modifikation kann sie vollständig neue biologische Funktionen zusammensetzen. In der Landwirtschaft befindet sich die Technologie noch in der Erprobung. Die Forschung konzentriert sich auf nährstoffreiche, schnell wachsende und schädlingsresistente Pflanzen.
Erwartete Entwicklung: In den nächsten 8–10 Jahren kann die synthetische Biologie maßgeschneiderte Nutzpflanzen im kommerziellen Maßstab ermöglichen. Pflanzen könnten unter unterschiedlichen Umweltbedingungen gedeihen, mehr Nährstoffe enthalten und weniger chemische Hilfsmittel benötigen. Das würde die globale Ernährungssicherheit stärken.
Herausforderungen: Komplexe Zulassungsverfahren, ethische Fragen und die Skepsis gegenüber veränderten Nutzpflanzen bremsen die Entwicklung.
Zeithorizont: 8–10 Jahre
Wirkungspotenzial: Sehr hoch
STEEP-Segment: Technologisch

Trendentwicklung in diesem Jahr
Kurzfassung: Ein gezieltes Management von Bodenmikrobiomen kann die nachhaltige Pflanzenproduktion fördern und die Bodengesundheit verbessern.
Aktuelle Situation: Fortschritte in der DNA-Sequenzierung liefern neue Einblicke in mikrobielle Gemeinschaften im Boden und ihre Rolle für Nährstoffkreisläufe und Pflanzengesundheit. Die Übertragung in die Praxis bleibt schwierig, weil Bodenökosysteme komplex sind und sich je nach Standort stark unterscheiden. Biofertilizer und Biostimulanzien mit nützlichen Mikroben werden bereits entwickelt, liefern unter realen Bedingungen aber noch uneinheitliche Ergebnisse. Auch fehlende Standards und rechtliche Vorgaben erschweren den Einsatz.
Erwartete Entwicklung: Biotechnologie, Nanotechnologie und Datenwissenschaft werden künftig kombiniert, um Bodenmikrobiome gezielt zu gestalten. Dazu gehören mikrobielle Gemeinschaften für bestimmte Pflanzen und Standorte sowie Präzisionslandwirtschaft für die gezielte Anwendung. Wissenschaft, Politik und Landwirtschaft müssen gemeinsam Standards und regulatorische Rahmenbedingungen schaffen. Ziel sind widerstandsfähigere und produktivere Systeme mit weniger chemischen Düngemitteln und Pestiziden.
Herausforderungen: Einheitliche Verfahren sind wegen unterschiedlicher Bodentypen und Umweltbedingungen schwer zu entwickeln. Mikrobielle Gemeinschaften verändern sich mit der Zeit, was die langfristige Bewertung erschwert. Unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen bremsen Forschung und Einführung.
Zeithorizont: 4–6 Jahre
Wirkungspotenzial: Hoch
STEEP-Segment: Ökologisch

Trendentwicklung in diesem Jahr
Kurzfassung: Gemeinsame Netzwerke erleichtern den Wissensaustausch zwischen Landwirten und fördern nachhaltige Verfahren.
Aktuelle Situation: Digitale Plattformen und lokale Genossenschaften helfen Landwirten, Wissen und Ressourcen zu teilen. Das verbessert Widerstandsfähigkeit und Effizienz. Diese Netzwerke stehen noch am Anfang und beschränken sich vor allem auf gemeinschaftlich organisierte Initiativen oder Pilotprogramme in entwickelten Regionen.
Erwartete Entwicklung: In den nächsten 2–4 Jahren entstehen spezialisierte digitale Plattformen für den Austausch von Echtzeitdaten und Best Practices. Sie fördern neue Technologien und nachhaltige Methoden, besonders in Entwicklungsregionen.
Herausforderungen: Geringe digitale Kompetenz und fehlender Zugang zu schnellem Internet bleiben in ländlichen Regionen große Hürden.
Zeithorizont: 2–4 Jahre
Wirkungspotenzial: Hoch
STEEP-Segment: Sozial

Trendentwicklung in diesem Jahr
Technologien wie intelligente Verpackungen und AI-gestützte Lebensmittelsicherheit verändern die Lebensmittelindustrie. Gemeinschaftliche Netzwerke, neue Konsumgewohnheiten und der Wunsch nach gesünderer Ernährung prägen die Nachfrage. Lokale Produktion und alternative Finanzierungsmodelle stärken kleinere Anbieter, während Fusionen und Übernahmen nachhaltige Lösungen skalieren.
Ökologische und politische Veränderungen erhöhen den Druck zu mehr Nachhaltigkeit, klarerer Kennzeichnung und weniger Abfall. Kreislaufmodelle und erneuerbare Energien machen die Branche transparenter, widerstandsfähiger und umweltfreundlicher.
Im Folgenden stellen wir die drei wichtigsten Food-Trends vor. Laden Sie hier die vollständige Liste aller 123 Trends herunter, die Landwirtschaft sowie die Lebensmittel- und Getränkeindustrie 2026+ prägen.
Kurzfassung: Präzisionsfermentation verändert die Herstellung von Lebensmittelzutaten und schafft nachhaltige, skalierbare Alternativen.
Aktuelle Situation: Bei der Präzisionsfermentation produzieren gezielt entwickelte Mikroorganismen Proteine und andere Stoffe. Der Fokus liegt derzeit auf Alternativen zu Milchprodukten und tierischen Proteinen. Die Technologie befindet sich noch in der Entwicklung, kommt aber bereits in Nischenprodukten zum Einsatz. Gleichzeitig erschließt die Forschung weitere Anwendungen in der Lebensmittelindustrie.
Erwartete Entwicklung: In den nächsten 4–6 Jahren wird die Präzisionsfermentation skalieren und Spezialzutaten erschwinglicher machen. Leistungsfähigere Bioreaktoren und optimierte Mikroorganismen steigern die Effizienz und senken die Kosten. So kann die Technologie in die breite Lebensmittelproduktion einziehen.
Herausforderungen: Hohe Produktionskosten, regulatorische Zulassungen und die Akzeptanz von im Labor hergestellten Zutaten bleiben zentrale Hürden.
Zeithorizont: 4–6 Jahre
Wirkungspotenzial: Hoch
STEEP-Segment: Technologisch

Trendentwicklung in diesem Jahr
Kurzfassung: Essbare Sensoren sollen Lebensmittelqualität und -sicherheit von der Produktion bis zum Verzehr überwachen.
Aktuelle Situation: Mikroskopisch kleine, verzehrbare Sensoren werden direkt in Lebensmittel eingebettet. Sie messen Frische, Temperatur und mögliche Verunreinigungen. Die Technologie befindet sich noch im Prototypenstadium, stößt aber wegen ihres Potenzials für Qualitätssicherung und Lebensmittelsicherheit auf wachsendes Interesse.
Erwartete Entwicklung: In den nächsten 6–8 Jahren ermöglicht die Verbindung mit Blockchain und IoT eine lückenlose Verfolgung durch die Supply Chain. Das schafft mehr Transparenz, reduziert Abfälle und stärkt die Widerstandsfähigkeit der Supply Chain sowie das Vertrauen in die Produktqualität.
Herausforderungen: Die Produktionskosten müssen sinken. Gleichzeitig braucht es breite regulatorische Zulassungen und überzeugende Antworten auf Sicherheitsbedenken beim Verzehr von Sensoren.
Zeithorizont: 6–8 Jahre
Wirkungspotenzial: Hoch
STEEP-Segment: Technologisch

Trendentwicklung in diesem Jahr
Kurzfassung: Intelligente Verpackungen überwachen die Lebensmittelqualität, verlängern die Haltbarkeit und kommunizieren mit Verbrauchern.
Aktuelle Situation: QR-Codes und Frischeindikatoren sind bereits verfügbar. Aktive Verpackungen mit Sensoren, die auf Umweltveränderungen reagieren und mit IoT-Geräten kommunizieren, stehen dagegen noch am Anfang.
Erwartete Entwicklung: Verpackungen werden Temperatur, Feuchtigkeit und Verderb erfassen und diese Daten mit Verbraucher-Apps und Supply-Chain-Systemen verbinden. Das schafft mehr Transparenz und reduziert Lebensmittelverschwendung.
Herausforderungen: Hohe Entwicklungskosten und fehlende Standards bremsen den Einsatz. Hinzu kommen Fragen zum Vertrauen der Verbraucher und zum Datenschutz.
Zeithorizont: 4–6 Jahre
Wirkungspotenzial: Hoch
STEEP-Segment: Technologisch

Trendentwicklung in diesem Jahr
Technologie, Nachhaltigkeit und neue Verbraucherwünsche verändern die Getränkeindustrie. AI, intelligente Verpackungen und Präzisionsfermentation treiben die Produktentwicklung voran. Gleichzeitig erwarten Menschen gesündere Angebote und mehr kulturelle Vielfalt.
Strengere Vorschriften und ökologische Ziele verlangen nachhaltigere Verfahren sowie die Einhaltung von Sicherheits- und Umweltstandards. Wirtschaftlicher Druck und die Förderung lokaler Produktion verändern Beschaffung und Vertrieb und schaffen mehr Transparenz.
Im Folgenden stellen wir die drei wichtigsten Getränketrends vor. Laden Sie hier die vollständige Liste aller 123 Trends herunter, die Landwirtschaft sowie die Lebensmittel- und Getränkeindustrie 2026+ prägen.
Kurzfassung: Gezielt entwickelte Enzyme verbessern Geschmacksprofile, verlängern die Haltbarkeit und reduzieren Lebensmittelabfälle.
Aktuelle Situation: Die Getränkeindustrie testet Enzyme, um unerwünschte Bestandteile abzubauen und gewünschte Aromen zu verstärken. So entstehen geschmackvollere Getränke, die ohne synthetische Konservierungsstoffe länger frisch bleiben. Der Einsatz ist bislang begrenzt. Die Forschung arbeitet daran, Enzym-Engineering wirtschaftlicher und breiter nutzbar zu machen.
Erwartete Entwicklung: In den nächsten 4–6 Jahren ermöglichen gezielte Enzymtechnologien individuelle Mischungen für bestimmte Getränke. Sie optimieren Geschmack, Textur und Stabilität und unterstützen sauberere Zutatenlisten, die zu neuen Gesundheitstrends passen.
Herausforderungen: Hohe F&E-Kosten und strenge regulatorische Prüfungen für lebensmitteltaugliche Enzyme erschweren die Skalierung, besonders für kleinere Hersteller.
Zeithorizont: 4–6 Jahre
Wirkungspotenzial: Hoch
STEEP-Segment: Technologisch

Trendentwicklung in diesem Jahr
Kurzfassung: Getränkehersteller setzen auf fortschrittliches Wassermanagement, um den Verbrauch zu senken und lokale Wasserquellen zu stärken.
Aktuelle Situation: Getränkeunternehmen reduzieren ihren Wasserverbrauch, füllen lokale Quellen auf und unterstützen betroffene Gemeinden. PepsiCo will beispielsweise jährlich Milliarden Liter Wasser einsparen und langfristig mehr Wasser zurückgeben als verbrauchen. Partnerschaften mit Organisationen wie WaterAid verbessern den Zugang zu sauberem Wasser und fördern nachhaltige Verfahren. Gleichzeitig steigen regulatorischer Druck, öffentliche Kritik und die Anforderungen an das Wassermanagement in komplexen Supply Chains. Unternehmen wie Coca-Cola wurden für angepasste Umweltziele kritisiert, was das öffentliche Vertrauen belastet.
Erwartete Entwicklung: In den nächsten Jahren werden Getränkehersteller Wasser effizienter nutzen und stärker in lokale Wasserquellen investieren. Neue Technologien senken den Verbrauch in Fabriken, während gemeinsame Projekte mit Gemeinden regionale Herausforderungen adressieren. Transparentere Berichte stärken das Vertrauen von Verbrauchern und Investoren. Strengere Regeln beschleunigen nachhaltige Verfahren. Auch landwirtschaftliche Betriebe und Lieferanten werden einbezogen, um den Wasserfußabdruck der gesamten Produktion zu reduzieren.
Herausforderungen: Unternehmen müssen ihren eigenen Bedarf mit dem Bedarf lokaler Gemeinden in Einklang bringen, besonders in Regionen mit Wasserknappheit. Neue Technologien und Systeme erfordern hohe Investitionen. Zudem erschweren weit verzweigte Supply Chains die Steuerung des Wasserverbrauchs bei landwirtschaftlichen Betrieben und anderen Lieferanten.
Zeithorizont: 4–6 Jahre
Wirkungspotenzial: Sehr hoch
STEEP-Segment: Ökologisch

Trendentwicklung in diesem Jahr
Kurzfassung: Getränkemarken nutzen Direct-to-Consumer-Modelle, um Kundenbeziehungen selbst zu steuern und Loyalität aufzubauen.
Aktuelle Situation: Onlineverkauf und Abonnements ermöglichen es Getränkeherstellern, den klassischen Handel zu umgehen. Der direkte Zugang erleichtert die Kundenansprache, schnelle Produkttests und datenbasierte Marketingstrategien. Große Unternehmen bauen DTC bereits aus. Viele kleinere Hersteller kämpfen dagegen mit Logistik und Skalierung.
Erwartete Entwicklung: In den nächsten 2–4 Jahren werden mehr Getränkemarken ihre DTC-Strategien mit personalisiertem Marketing, AI-gestützten Analysen und neuen E-Commerce-Lösungen ausbauen. Das verbessert die Kundenbindung und schafft eine bessere Basis für datenbasierte Entscheidungen.
Herausforderungen: Logistik, skalierbare Auftragsabwicklung und der Wettbewerb mit etablierten Handelsnetzen bleiben zentrale Hürden, besonders für neue Anbieter.
Zeithorizont: 2–4 Jahre
Wirkungspotenzial: Hoch
STEEP-Segment: Wirtschaftlich
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Trendentwicklung in diesem Jahr
AI-gestützte Logistik, biologisch abbaubare Verpackungen und Waste-to-Energy-Technologien machen Vertrieb, Konsum und Abfallmanagement nachhaltiger und effizienter. Gemeinschaftliche Initiativen und zirkuläre Geschäftsmodelle fördern verantwortungsvolle Verfahren und wirtschaftlichere Abläufe.
Strengere Vorschriften und neue Anreize beschleunigen den Umstieg auf umweltfreundliche Lösungen. Trotz hoher Kosten und komplexer Compliance-Anforderungen weisen diese Trends den Weg zu effizienten Supply Chains, die Abfälle reduzieren und die Erwartungen von Verbrauchern und Behörden erfüllen.
Im Folgenden stellen wir die drei wichtigsten Trends in Vertrieb, Konsum und Abfallmanagement vor. Laden Sie hier die vollständige Liste aller 123 Trends herunter, die Landwirtschaft sowie die Lebensmittel- und Getränkeindustrie 2025+ prägen.
Kurzfassung: Biologisch abbaubare Smart Labels überwachen Frische und Qualität, ohne zusätzlichen Plastikmüll zu erzeugen.
Aktuelle Situation: Biologisch abbaubare Smart Labels stehen noch am Anfang. Integrierte Sensoren erkennen Hinweise auf Verderb, etwa Temperatur- und Feuchtigkeitsänderungen. Die Labels liefern Echtzeitinformationen zur Lebensmittelqualität und lassen sich kompostieren. Noch beschränkt sich die Technologie auf Tests und Nischenanwendungen. Das Interesse wächst jedoch, weil Unternehmen nachhaltigere Verpackungen suchen.
Erwartete Entwicklung: In 4–6 Jahren können biologisch abbaubare Smart Labels günstiger und breiter verfügbar sein. Sie erfassen mehrere Parameter und unterstützen transparente Supply Chains. Mit wachsender Verbreitung reduzieren sie Abfälle und fördern umweltfreundliche Verfahren.
Herausforderungen: Die größten Hürden sind skalierbare Produktion, sinkende Kosten und eine verlässliche Sensorgenauigkeit unter unterschiedlichen Bedingungen.
Zeithorizont: 4–6 Jahre
Wirkungspotenzial: Mittel bis hoch
STEEP-Segment: Technologisch

Trendentwicklung in diesem Jahr
Kurzfassung: Die Verwertung von Reststoffen schafft neue Erlösquellen in der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie.
Aktuelle Situation: Bei der Reststoffverwertung werden Abfälle in wertvolle Produkte wie Biokunststoffe oder Tierfutter umgewandelt. Unternehmen erproben diese Ansätze, um ihre Umweltbelastung zu reduzieren und neue Märkte zu erschließen. Erste Projekte konzentrieren sich auf Lebensmittel- und Agrarabfälle. Erfolgreiche Beispiele zeigen weniger Abfall und zusätzliche Erträge.
Erwartete Entwicklung: In den nächsten 4–6 Jahren wächst der Markt durch technologische Fortschritte und strengere Nachhaltigkeitsvorgaben. Mehr Unternehmen werden Reststoffverwertung in ihre Supply Chains integrieren, um Umweltziele zu erreichen und zusätzliche Einnahmen zu erzielen.
Herausforderungen: Hohe F&E-Kosten, begrenzte Skalierbarkeit und schwankende Marktpreise für Sekundärprodukte können eine breite Einführung bremsen.
Zeithorizont: 4–6 Jahre
Wirkungspotenzial: Hoch
STEEP-Segment: Wirtschaftlich

Trendentwicklung in diesem Jahr
Kurzfassung: Neue Vorschriften verpflichten Unternehmen, klimabezogene Risiken in ihren Supply Chains offenzulegen.
Aktuelle Situation: Neue Regelungen verlangen von Lebensmittelhändlern, über Klimarisiken in ihren Supply Chains zu berichten. Die Offenlegung macht Schwachstellen sichtbar und fördert Gegenmaßnahmen. Die Praxis setzt sich zunächst in Regionen mit ambitionierter Klimapolitik durch.
Erwartete Entwicklung: In 2–4 Jahren kann die Offenlegung von Klimarisiken zum Standard werden und Investitions- sowie Betriebsentscheidungen beeinflussen. Unternehmen werden widerstandsfähigere Verfahren einführen und transparenter arbeiten. Nachhaltigkeit wird damit zu einem zentralen Geschäftskriterium und stärkt das Vertrauen von Verbrauchern und Investoren.
Herausforderungen: Hohe Verwaltungskosten, umfangreiche Datenerhebung und mögliche negative Marktreaktionen auf offengelegte Schwachstellen bleiben die größten Hürden.
Zeithorizont: 2–4 Jahre
Wirkungspotenzial: Hoch
STEEP-Segment: Politisch

Trendentwicklung in diesem Jahr
Mit ITONICS hat DMK eine globale Trendscouting-Community aufgebaut, um frühzeitig Food-Trends zu identifizieren und neue Geschäftschancen zu nutzen.

Joanna Leopore von Mars Wrigley zeigt im Podcast, wie Foresight hilft, zukünftige Verbraucherbedürfnisse und Marktveränderungen frühzeitig zu erkennen.

Barbara Schandl von Mondelēz erklärt, wie Markttrends und Startup-Kooperationen die Snack-Industrie transformieren.

Jan Lingenbrinck stellt den Berlin Food Tech Campus vor, ein Innovationszentrum für die Zukunft des Lebensmitteleinzelhandels.

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