Das System hinter Innovation bei GOLDBECK
Hinter einem der größten Bauunternehmen Europas steckt ein Netzwerk, das verstreute Startup-Aktivitäten in eine transparente Innovations-Pipeline verwandelt hat – ohne die Fachbereiche mit Komplexität zu überfordern.
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MIT EINBLICKEN VON
Maximiliane Straub
Team Lead, Group Innovation, GOLDBECK
Marius Andreae
Innovation Manager,
GOLDBECK
Lara Merschhoff
Innovation Manager,
GOLDBECK
Ilona Meiller
Senior Customer Success Manager, ITONICS
Bauen mit System
GOLDBECK ist eines der führenden Bauunternehmen Europas mit Sitz in Bielefeld. Mit über 13.000 Mitarbeitenden realisiert das Unternehmen unterschiedlichste Gebäudetypen – von Fabriken über Büros bis hin zu Wohngebäuden. Das Besondere: GOLDBECK setzt auf standardisierte, wiederverwendbare Bausteine – ähnlich wie LEGO –, kombiniert mit individueller Gestaltung an der Oberfläche.
"Man kann zwei Parkhäuser bauen, die komplett unterschiedlich aussehen – aber im Kern sind sie gleich. Nach dem Motto: Unsichtbares standardisieren, Sichtbares individualisieren."
Diese Denkweise überträgt GOLDBECK auch auf Innovation: Bei rund 500 Projekten pro Jahr, die auf denselben Prozessen und Materialien basieren, lassen sich Veränderungen sofort skalieren.
Wenn Startups "wie aus der Gießkanne" kommen
Innovationsaktivitäten finden im gesamten Unternehmen statt. Die größte Herausforderung war lange Zeit: Transparenz. Viele Abteilungen haben parallel: Startups gescoutet, Pilotprojekte durchgeführt oder neue Materialien und Tools getestet. Mit wachsendem Interesse von Startups stieg auch die Komplexität: Gespräche liefen parallel über viele Kanäle.
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"Startups kamen wie aus der Gießkanne – sie sind durchs ganze Unternehmen gegangen und haben überall gepitcht. Teilweise hat dasselbe Startup mehrere Abteilungen angesprochen, ohne dass es jemand gemerkt hat."
Maximiliane Straub - Team Lead, Group Innovation, GOLDBECK
Die Mitarbeiter verbrachten viel Zeit damit, herauszufinden, wer mit wem gesprochen hatte. Es entstand unnötige Mehrarbeit. Informationen gingen verloren. Das Unternehmen brauchte Transparenz: einen Ort, an dem ersichtlich war, mit welchen Start-ups zusammengearbeitet wurde und wie diese Bemühungen mit den übergeordneten Zielen verknüpft waren.
Aufbau des Ambassador-Netzwerks
Mit einer vereinfachten Struktur hat GOLDBECK sein Netzwerk aus Innovation Ambassadors aufgebaut. Die Abteilungsleiter nominierten die Botschafter anhand von zwei Kriterien: echte Neugier für Innovation und die Fähigkeit, sich im Unternehmen gut zu vernetzen.
"Sie müssen Lust auf Innovation haben – also mit Startups und neuen Technologien arbeiten wollen“, erklärt Innovationsmanager Marius Andreae. „Gleichzeitig müssen sie aber auch mit allen Kollegen ins Gespräch kommen können."
Heute gibt es 18 Innovation Ambassadors aus 6 Bereichen, verteilt auf 11 Teams. Sie erhalten gezielte ITONICS-Trainings und tauschen sich vierteljährlich in 1:1-Terminen mit dem Group Innovation Team aus. Diese Sessions sind klar fokussiert: Es geht darum, was neu ist, was relevant ist und wo es Fortschritte im jeweiligen Bereich gibt.
Jeder Ambassador arbeitet dabei mit einer personalisierten Ansicht in ITONICS, die nur die für ihn relevanten Suchfelder, Use Cases und Startups zeigt. So bleiben die Gespräche konkret, relevant und nah am tatsächlichen Bedarf der Teams.

"Ohne ITONICS hätten wir das Ausmaß unserer Startup-Aktivitäten nie erkannt. Jetzt können wir sichtbar machen, wo Innovation wirklich Wert schafft."
Lara Merschhoff, Innovation Manager, GOLDBECK
Was hat sich geändert?
GOLDBECK hat über 1.600 Startups gescreent, 280 Use Cases in 32 Suchfeldern verfolgt und 166 aktive Scouts aufgebaut. Insgesamt hat die Plattform 240 Nutzer.
Die kulturelle Wirkung geht jedoch tiefer. Die Rolle der Ambassadors hat sich etabliert und schafft Vertrauen. Gleichzeitig erleichtert sie den Wissenstransfer zwischen den Fachbereichen und dem Group Innovation Team.
Die Ambassadors bauen Kompetenzen auf, indem sie lernen, Startups zu bewerten, Lösungen zu vergleichen und zur gemeinsamen Pipeline beizutragen. Alle Einträge durchlaufen einen Stage-Gate-Prozess. Für das Group Innovation Team ist das Scouting dadurch gezielter geworden.
Welche Use Cases gewinnen an Bedeutung? Wo gibt es bereits Lösungen? Wo liegt zukünftiges Potenzial? Diese Gespräche finden heute auf Basis von Daten statt.
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"Das Startup-Scouting ist viel einfacher geworden, weil wir jetzt wissen, wofür sich die Teams interessieren, was sie bereits im Blick haben und wo Chancen liegen."
Maximiliane Straub - Team Lead, Group Innovation, GOLDBECK
Modulares Denken, auf jeder Ebene
Der Weg dorthin verlief nicht ohne Umwege. Es gab Fehlstarts: ein Editor-Netzwerk, das Nutzer überfordert hat. Eine anfängliche Komplexität, die die Akzeptanz gebremst hat. Jeder dieser Schritte hat die gleiche Erkenntnis bestätigt: Weniger, dafür relevantere Elemente, klar definierte Rollen und fokussierte Gespräche lassen sich besser skalieren.
Heute bleiben 18 Ambassadors auf dem neuesten Stand – ohne Informationsüberlastung. Das Group Innovation Team erkennt Überschneidungen, ohne hunderten einzelnen Gesprächen nachgehen zu müssen. Und wenn sich ein Startup meldet oder ein Ambassador von einer Konferenz zurückkommt, ist der erste Schritt klar: ein Blick in die Plattform.
Die Zeiten der "Gießkanne" sind vorbei.
Über GOLDBECK
GOLDBECK ist ein führendes europäisches Bau- und Immobilienunternehmen mit Hauptsitz in Bielefeld, Deutschland, und mehr als 13.000 Mitarbeitern in ganz Europa sowie einem Innovationszentrum in den Vereinigten Staaten.
Das Unternehmen ist auf Industrie-, Büro- und Logistikgebäude spezialisiert und kombiniert Planung, Bau und Dienstleistungen in einem systembasierten Ansatz, der auf Nachhaltigkeit, Effizienz und Modularität ausgerichtet ist.
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