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Innovation Intelligence: Vom Wissen zum Handeln

Emily Djock
Mittwoch, 14. Juli 2021

Um bessere Entscheidungen für die Zukunft treffen zu können, hängt vieles davon ab, wie man Innovation Intelligence sammelt, organisiert und nutzt - eine Vielzahl von Bausteinen, aus denen sich der Innovationsprozess eines Unternehmens zusammensetzt. Diese Bausteine unterscheiden sich von Unternehmen zu Unternehmen, je nach den strategischen Zielen oder Fähigkeiten, aber die Merkmale Zusammenarbeit, divergentes Denken und Resilienz sind dabei unabdingbar. Zu diesem Prozess gehört auch die Notwendigkeit, von der Innovation Intelligence zum Handeln überzugehen.

Auf unserem „Where to Play 2021+“-Event im Juni, befasste sich unser Team mit der Bedeutung von Innovation Intelligence, d. h. die verschiedenen Trends und aufkommenden Technologien, die durch einen umfassenden Prozess des Umfeldscannings aufgedeckt werden. 

Die über 175 Trends und aufkommenden Technologien, die durch unseren mehrdimensionalen Ansatz identifiziert wurden, helfen Innovationsteams, Wandel zu kontextualisieren und die treibenden Kräfte, die die Zukunft gestalten, besser einzuschätzen. Dieser Kontext gibt Aufschluss darüber, wo ein Wandel stattfindet und wohin er sich als Nächstes ausweiten wird. Er vermittelt auch Informationen über Dringlichkeit, Relevanz und Auswirkungen und beantwortet damit nicht nur die entscheidende Frage "Wo soll man den Fokus setzen?" (Where to Play), sondern auch "Wann soll man handeln?" und "Welche Prioritäten soll man setzen?"

An diesem Punkt müssen die Unternehmen über das Abstrakte hinausgehen und die gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um ihre Entscheidungsfindung und die konkreten Schritte in ihrem Innovationsprozess zu unterstützen.  

Im Folgenden werden vier Strategien vorgestellt, die Unternehmen anwenden können, um von der Innovation Intelligence zu sinnvollem und entschlossenem Handeln zu gelangen:

1. Daten in Informationen verwandeln

Das Umfeldscanning ist ein wesentlicher erster Schritt im Innovationsprozess und fällt unter Vorausschau und Strategie (Foresight & Strategy). Zu wissen, wie und warum sich Verbraucherverhalten, -erwartungen und -anforderungen ändern, ist der Schlüssel zur Ermittlung von Wachstumsfeldern, die sich für Branchen und einzelne Unternehmen ergeben. 

Da den meisten Unternehmen eine Fülle von Daten zur Verfügung steht, besteht die Herausforderung darin, die in den Daten enthaltenen relevanten Erkenntnisse und Muster aufzudecken. Dies beginnt mit der Suche nach schwachen Signalen. Schwache Signale sind Fragmente von Informationen, die auf Veränderungen hinweisen. Diese Verschiebungen finden meist am Rande des Branchenumfelds statt und können aufgrund ihres randständigen Auftretens oft als Anomalien abgetan werden. Und während sich schwache Signale tatsächlich manchmal als Anomalien herausstellen, können sie auch die ersten Anzeichen einer Disruption der Branche sein. 

Daher ist es von entscheidender Bedeutung, schwache Signale zu beobachten - zu sehen, wie sie sich entwickeln und wo sie Verbindungen bilden -, um die breiteren Veränderungen zu verstehen, die sie darstellen. Dies ist die Grundlage für Trend- und Technologiescouting, das unstrukturierte Daten in verwertbare Informationen umwandelt, welche Unternehmen dabei helfen können, sich angemessen auf mögliche Zukünfte vorzubereiten.

2. Mensch und Maschine kombinieren

Unternehmen müssen heutzutage in einem zunehmend komplexen und unruhigen Geschäftsumfeld agieren. Wenn man sich hier einen strategischen Vorteil verschaffen will, ist es unabdingbar, dieses Umfeld zu verstehen und zu wissen, worauf man seine Aufmerksamkeit und Ressourcen richten muss. 

Die Ergänzung dieses Prozesses durch künstliche Intelligenz (KI) ermöglicht es Unternehmen, die Komplexität zu bewältigen, die sich aus Millionen von Signalen und Zusammenhängen ergibt. KI kann beispielsweise so programmiert werden, dass sie riesige Mengen externer Datenquellen (z. B. wissenschaftliche Artikel, Patente, Startups, Nachrichten, Blogs, kuratierte Berichte usw.) durchsucht, um Muster zu erkennen und aufzuzeigen, wo Veränderungen im Gange sind.

Durch den Abgleich dieser maschinellen Intelligenz mit menschlichem Wissen und Erfahrung können Innovationsteams aus diesen Mustern eine Bedeutung ableiten und so die Business Relevanz und den strategischen Fit sicherstellen. Dies trägt dazu bei, die ersten Erkenntnisse zu bereichern und versetzt die Teams in die Lage, eine künftige Vorgehensweise zu entwickeln, die auf empirischer Forschung und kritischer Analyse beruht.

3. Eine Kultur der Zusammenarbeit pflegen 

Zweifellos steigert die Zusammenarbeit die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens. Sie ist jedoch keine Selbstverständlichkeit; Unternehmen müssen kontinuierlich eine Kultur der Zusammenarbeit pflegen.

Dies erfordert Mechanismen für Transparenz und Kanäle für den Informationsaustausch. Wenn Unternehmen über einen Single Point Of Truth (zentrale Anlaufstelle) für Innovationstools und -informationen verfügen, können sie unterschiedliche Standpunkte und Beratergruppen einbeziehen, Miteigentum und Buy-In veranlassen und Ressourcen effizienter verwalten. Auf diese Weise sind sie besser in der Lage, ihre Innovationsziele zu verwirklichen.

Wenn wichtige Informationen über verschiedene Systeme und Abteilungen verstreut sind, können leicht Chancen verpasst werden und Redundanzen entstehen. Unabhängig davon, welche Tools Ihr Unternehmen zur Verwaltung von Informationen oder Innovationen einsetzt, ist es wichtig, dass sie eine Zusammenarbeit ermöglichen.

Die Zusammenführung aller Innovationsdaten in einer digitalen und zentralisierten Lösung bedeutet, dass die Beteiligten im gesamten Unternehmen an jedem Abschnitt des Prozesses teilnehmen können - von der Bewertung verschiedener Elemente und dem Aufzeigen von Lücken bis hin zur Zuweisung von Ressourcen und der Identifizierung von Bereichen oder Projekten, die priorisiert werden müssen.

4. Aufbau von Innovationsfähigkeit

Die Innovationsfähigkeit einer Organisation, die jeden der oben genannten Punkte und noch viel mehr umfasst, bildet das Bindeglied, das erforderlich ist, um vom Wissen zum Handeln zu gelangen.

Das ITONICS Control Objectives for Innovation Management (COFIM)-Modell soll Unternehmen helfen, diese Fähigkeiten zu verstehen und aufzubauen. Durch die Definition der Innovationsfähigkeiten, die in den Innovationssystemen von Unternehmen vorhanden sein müssen, bietet COFIM eine klare Anleitung für das Innovationsmanagement in Bezug auf strategische und operative Ziele, mit wichtigen Leistungsindikatoren zur Unterstützung einer effektiven und kontrollierten Innovation.

Das COFIM-Modell systematisiert das Innovationsmanagement, um die Wirkung zu maximieren. Das Modell erkennt an, dass der Wandel nicht an eine bestimmte Richtung gebunden ist und sich immer wieder ändern wird, und unterstützt den Aufbau von Kapazitäten, die ein flexibles Innovationsmanagement in Unternehmen ermöglichen, das von der Vorausschau über die Strategie bis zur Umsetzung reicht.

Um loszulegen, machen Sie das ITONICS Innovation Maturity Assessment. Diese kostenlose, 10-minütige Bewertung liefert Ihnen einen Benchmark-Bericht über Ihre derzeitige Innovationsreife und spezielle Empfehlungen zur Optimierung Ihres Innovationsmanagements.

Mögliche Fallstricke

  • Wichtige Chancen können leicht übersehen werden, wenn das Umfeldscanning zu eng gefasst ist: Die Betrachtung von Signalen allein aus der Branchenperspektive kann zu einer eingeschränkten Sichtweise führen. Dieser Ansatz führt häufig zu reaktiven Erkenntnissen. Um eine proaktive und schließlich vorausschauende Organisation aufzubauen, ist ein breiter Blickwinkel erforderlich. Auf diese Weise können kurz-, mittel- und langfristige Chancen erkannt werden, und es wird eine Strategie gewährleistet, die auf Innovation und nicht auf Projekte ausgerichtet ist.

  • Sich nur auf Mensch oder Maschine verlassen: ITONICS ist der festen Überzeugung, dass zukünftiger Erfolg maschinelle und menschliche Intelligenz kombinieren muss. Größe, Innovationsreifegrad und Fähigkeiten eines Unternehmens bestimmen das Verhältnis zwischen menschlichem und maschinellem Aufwand. Die Identifizierung von Aufgaben, die problemlos von maschineller Intelligenz erledigt werden können, kann menschliche Ressourcen freisetzen, um an anderer Stelle Fachwissen und Erkenntnisse beizusteuern.

  • Seien Sie bereit, sich in unbekannte Gebiete vorzuwagen: Umfeldscannning, Datenerhebungen und Sense-making sollten die Entscheidungsträger dazu bringen, alternative Zukunftsvarianten und Lösungen in Betracht zu ziehen, die den Status quo in Frage stellen. Die Vorbereitung auf eine zunehmend unsichere Zukunft erfordert, über bisherige Modelle, Methoden und Denkweisen hinauszugehen.

  • Teams und Management haben keinen Überblick und es fehlt an Verständnis und Engagement für Veränderungen: Stakeholder, die nicht zu den Innovations-Entscheidungsträgern gehören, müssen mit den Daten, dem Wissen und den Werkzeugen ausgestattet werden, die sie benötigen, um sich an der Innovationsidee und -umsetzung zu beteiligen.


ITONICS hat eine Foresight & Strategy Masterclass-Serie entwickelt, die diese Strategien und mehr vertieft und Ihnen dabei hilft, Ihre Innovationsfähigkeiten zu stärken. Sie können sich die fünf interaktiven Sessions, die von unseren ITONICS Innovationsexperten geleitet werden, jetzt on-demand kostenlos ansehen. On top erhalten Sie ein Toolkit zu Foresight & Strategy.

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Über ITONICS:

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