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Der Innovationsmanagement-Guide: Strategien, Tools und Beispiele

Innovationsmanagement ist zu einem entscheidenden Differenzierungsfaktor für Unternehmen geworden, die in einer unsicheren, grenzenlosen Geschäftswelt wettbewerbsfähig bleiben wollen. Unabhängig davon, ob Sie Innovationsinitiativen seit Jahren verantworten oder neu in das Thema einsteigen: Die richtigen Strategien, Tools und Prozesse sind entscheidend, um nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen und neue Geschäftsmodelle mit echtem Ertragspotenzial zu entwickeln.

Für erfahrene Fachkräfte besteht die zentrale Herausforderung darin, Innovationsaktivitäten agil und relevant zu halten, in einem Umfeld, in dem Ansätze von vor zehn Jahren oft nicht mehr ausreichen. Dieser Guide zeigt aktuelle Methoden und Tools, mit denen Sie Innovationsarbeit gezielt weiterentwickeln und an der Spitze bleiben.

Für Einsteiger im Innovationsmanagement kann es anspruchsvoll sein zu verstehen, wie Innovationsteams strukturiert werden und wie aus neuen Ideen konkrete Ergebnisse entstehen. Dieser Guide führt systematisch durch alle relevanten Aspekte, vom Innovationsmanagement-Prozess bis zum Aufbau einer Innovationskultur, und hilft dabei, eine belastbare Grundlage zu schaffen.

Definition: Was ist Innovationsmanagement?

Im Kern beschreibt Innovationsmanagement den systematischen Prozess zur Steuerung der Entstehung, Entwicklung und Umsetzung neuer Ideen innerhalb einer Organisation. Idealerweise sind diese Ideen eng mit der Wachstumsstrategie des Unternehmens verknüpft. Zunächst sind Ideen Erfindungen. Erst wenn ein Unternehmen sie wirtschaftlich verwerten kann, werden sie zur Innovation. Innovation ist damit die kommerziell erfolgreiche Anwendung einer Erfindung.

Diese Anwendungen können neue Produkte, Services, Geschäftsmodelle oder interne Prozessverbesserungen hervorbringen. Das übergeordnete Ziel ist es, Wert zu schaffen, neue Ertragspotenziale zu erschließen und langfristige Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Ein zentrales Element ist das Verständnis unterschiedlicher Innovationsarten. Inkrementelle Verbesserungen und inkrementelle Innovationen zählen zu Typ 1. Sie beziehen sich meist auf Optimierungen im Kerngeschäft und werden als Innovation im Horizon 1 bezeichnet.

Grundlegendere Veränderungen oder die Entwicklung neuer Produkte beziehungsweise neuer Märkte gehören zu Typ 2. Diese Form wird als Innovation in angrenzenden Geschäftsfeldern oder Horizon 2 beschrieben. Die Entwicklung vollständig neuer Geschäftsmodelle, bei denen sowohl Markt als auch Produkt neu sind, wird als radikale Innovation oder Horizon-3-Innovation bezeichnet.

Jede dieser Innovationsarten bringt eigene Chancen und Herausforderungen mit sich. Für eine erfolgreiche Umsetzung ist es entscheidend, operative Abläufe und Managementansätze gezielt an die jeweilige Innovationsform anzupassen.

Ein systematischer Innovationsmanagement-Prozess umfasst mehrere Phasen, darunter Ideengenerierung, Bewertung, Entwicklung und Implementierung. Durch einen strukturierten Ansatz in diesen Phasen stellen Unternehmen sicher, dass ihre Aktivitäten in der Produkt- und Serviceentwicklung mit übergeordneten Unternehmenszielen übereinstimmen, Effizienz steigern, Ressourcen optimal einsetzen und die Gesamtperformance nachhaltig verbessern.

Vorteile von strukturierten Innovationsmanagements

Technologische Entwicklungen und Marktbedingungen verändern sich rasant. Ein strukturiertes Innovationsmanagement hilft Unternehmen, diesen Veränderungen voraus zu sein. Innovationsverantwortliche richten ihre Aktivitäten konsequent an strategischen Zielen aus und schaffen ein Umfeld, das Ideengenerierung und Umsetzung gleichermaßen fördert. So wird sichergestellt, dass Mitarbeitende auf Marktbedürfnisse und neue Trends reagieren können und Innovation systematisch vorangetrieben wird (Exhibit 1).

Benefits of Innovation Management

Exhibit 1: Vorteile eines strukturierten Innovationsmanagements

Ein zentraler Vorteil eines strukturierten Innovationsmanagement-Prozesses ist, dass Fortschritt nicht zufällig oder gelegentlich entsteht, sondern als kontinuierliche, strategische Aufgabe verstanden wird. Wenn Organisationen einen formalisierten Ansatz für das Management von New Product Development verfolgen, können sie innovative Ideen systematisch generieren, bewerten und umsetzen und dabei konsequent an den Unternehmenszielen ausrichten. Gleichzeitig fördert dies eine Innovationskultur, die auf kontinuierliche Verbesserung und nachhaltiges Wachstum ausgerichtet ist.

Im Vergleich zu weniger strukturierten Ansätzen, bei denen Ideen aus unterschiedlichen Quellen entstehen, ohne einen klaren Umsetzungsplan zu haben, hält strukturiertes Innovationsmanagement den Fokus auf den strategischen Zielen des Unternehmens. Ad-hoc-Innovationsaktivitäten führen häufig zu fragmentierten Ideen, die wenig Bezug zur langfristigen Unternehmensstrategie haben. Ein strukturierter Ansatz priorisiert dagegen gezielt jene Ideen, die messbar zum Geschäftswachstum beitragen.

Ein weiterer Vorteil ist die effizientere Allokation von Ressourcen wie Zeit, Talent und Kapital. Durch die systematische Bewertung von Ideen anhand von Machbarkeit, potenziellem Impact und strategischer Passung stellen Organisationen sicher, dass Investitionen auf die richtigen Projekte konzentriert werden und Entscheidungen auf belastbaren Daten und fundierter Einschätzung beruhen.

Innovationsmanagement Framework und funktionierendes Innovation Operating Model

Viele Organisationen betreiben New Product Development, oft nach ähnlichen Mustern. Im Kern geht es bei Innovation darum, einen neuen oder verbesserten Product-Market-Fit zu finden und daraus einen wirtschaftlichen Nutzen zu erzielen. Innovative Lösungen müssen ein Problem auf eine neue oder bessere Weise adressieren und dadurch Nachfrage bei Anwendern schaffen. Gleichzeitig benötigen Unternehmen die Fähigkeiten, diese Lösungen zu entwickeln und bereitzustellen. Die Umsetzung muss für sie realistisch und machbar sein.

Am Ende müssen die Vorteile der Entwicklung und Bereitstellung dieser Lösungen die entstehenden Kosten übersteigen. Unternehmen bauen daher entlang der einzelnen Prozessphasen gezielt Sicherheit auf, um sicherzustellen, dass Verbesserungen in jeder Phase erfolgreich umgesetzt werden können.

Wie Organisationen und Teams diese Sicherheit aufbauen, welches Risikoniveau sie akzeptieren, aus welchen Quellen sie Ideen beziehen, wie stark sie auf inkrementelle Innovationen setzen und wie schnell sie diese in den Markt bringen, unterscheidet sich jedoch erheblich. Um auf diese Fragen belastbare Antworten zu geben, müssen Unternehmen ihr Innovationsmanagement-Framework klar definieren und formalisieren.

ITONICS ist ein solches Management-Framework (Exhibit 2). Es wurde entwickelt, um genau diese Fragen systematisch zu beantworten und dabei die Ambitionen, die Historie sowie die branchenspezifische Dynamik eines Unternehmens zu berücksichtigen.

 

ITONICS Innovation Operating Model

Exhibit 2: Das ITONICS Innovationsmodel-Framework

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Ein erfolgreiches Innovationsmanagement-Framework bildet die Grundlage für ein belastbares Operating Model, das die richtigen Menschen, Prozesse und Technologien integriert. Ohne ein klares Framework laufen Innovationsaktivitäten Gefahr, fragmentiert zu sein oder nicht mit den Geschäftszielen übereinzustimmen.

Sich zu einer innovativen Organisation zu entwickeln, ist entscheidend für echten Fortschritt in Innovationsinitiativen. Die passenden Strukturen, Prozesse und Kommunikationskanäle erhöhen die Innovations- und Anpassungsfähigkeit eines Unternehmens erheblich.

Innovationsstrategie: Inkrementelle Innovation oder radikale Durchbrüche

Die Bestimmung Ihres Innovationsfokus beginnt mit dem Erkennen der Lücke zwischen aktuellem Stand und Ambition. Entscheidend ist, zu wissen, was Ihre Organisation erreichen will. Der strategische Nordstern Ihres Unternehmens hilft zu verstehen, wie nah Sie Ihrem vollen Potenzial bereits sind.

Innovation and Growth Ambition Breakdown

Dieses Verständnis ermöglicht es, die Wachstumsambition Ihrer Organisation zu formulieren. Welches Wachstum wird in den kommenden Jahren erwartet? Welcher Anteil ergibt sich aus Marktdynamiken? Welcher Beitrag kommt aus Verbesserungen im Kerngeschäft (Horizon 1) und was ist zusätzlich erforderlich, um die Ambition zu erreichen?

Der erste Schritt besteht darin, die eigene Wachstumsambition und die Dynamik der Branche klar zu erfassen. Sammeln Sie den Umsatzausblick und gleichen Sie ihn mit dem erwarteten Umsatz aus Marktentwicklungen sowie aus bereits laufenden Projekten ab. So wird sichtbar, welchen Beitrag neue Innovationsaktivitäten im Portfolio leisten müssen.

Im zweiten Schritt bestimmen Sie die passende Investitionsaufteilung über die drei Innovationshorizonte. Wenn die Ambition mit hoher Sicherheit erreicht wird, liegt der Fokus auf Kernverbesserungen als risikoärmster Investition. Besteht weiterhin eine Lücke, gilt es abzuschätzen, woher der zusätzliche Beitrag kommen kann. Gibt es angrenzende Geschäftsfelder mit Wachstumspotenzial, in die Sie leicht expandieren können (Horizon 2)? Oder bestehen neue, bislang nicht erschlossene Marktoptionen (Horizon 3)?

Im dritten Schritt werden Erwartungen und Ziele konkret festgehalten. Dokumentieren Sie diese und starten Sie den Explorationsprozess sowie den Aufbau eines belastbaren Opportunity-Portfolios, das den erwarteten Beitrag Ihres bestehenden Projektportfolios ergänzt. Das Ergebnis ist eine fundierte Innovationsstrategie, die als Roadmap für Ihre Innovationsaktivitäten dient, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle ausrichtet und die Anbindung an übergeordnete Unternehmensziele sicherstellt.

Leadership und Governance: Die richtigen Innovationsmotoren einsetzen

Unterschiedliche Innovationsumfänge erfordern unterschiedliche organisatorische Modelle. Grundsätzlich ist nahezu jede Abteilung in Innovationsaktivitäten eingebunden. Eine zentrale Motivation von Führungskräften ist die Verbesserung des Status quo. Diese entsteht meist durch neue Arbeitsweisen oder durch das Ergänzen bestehender Leistungen. Deshalb ist es sinnvoll, innovationsnahe Aktivitäten in den Business-Teams zu verankern, die eng mit dem bestehenden Geschäft verbunden sind.

Innovation Sources and Innovation Horizons

Gleichzeitig reicht es in vielen Fällen nicht aus, bestehende Business-Teams zusätzlich mit der Exploration neuer Konzepte zu betrauen. Die Erkundung neuer Felder erfordert Zeit und Fokus, die dann im Tagesgeschäft fehlen. Wenn Innovationsaufgaben deutlich vom Kerngeschäft abweichen, ist es effizienter, diese an dedizierte Research- und Innovationsteams zu übertragen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Explorationen in Horizon 2 und Horizon 3 strategisch relevant sind und einen klaren Beitrag zur Wachstumsambition leisten.

Ein weiterer kritischer Punkt ist, Forschung und Entwicklung nicht künstlich zu trennen. Spezialisierte Teams benötigen Zugriff auf Ressourcen, um Erkenntnisse in die Praxis zu überführen und Annahmen zu testen. Gleichzeitig gilt: Nicht jedes Unternehmen braucht eigene Venture-Teams. Wenn Ressourcen oder strategische Ambitionen nicht über das Kerngeschäft hinausgehen, ist ein solcher Aufbau nicht zwingend notwendig.

Vor diesem Hintergrund hat sich der Begriff der ambidextren Innovation etabliert. In einer ambidextren Organisation sind Teams bewusst getrennt organisiert. Einige fokussieren sich auf die Weiterentwicklung des Kerngeschäfts, andere auf Innovationen jenseits davon. Der Vorteil dieses Modells liegt in klaren Verantwortlichkeiten. Jedes Team verantwortet sowohl Exploration als auch Umsetzung innerhalb seines Horizonts. Ressourcen werden nicht konkurrierend genutzt. Im Idealfall treffen sich diese Teams auf einem gemeinsamen Innovation OS, um Synergien gezielt zu nutzen.

Innovationsprozess: Die richtigen Ideen gezielt weiterentwickeln

Risiko ist ein zentraler Bestandteil jeder Innovationsinitiative. Ziel des Innovationsprozesses ist es daher, die Sicherheit über das erwartete Ergebnis schrittweise zu erhöhen. Um Über- oder Unterinvestitionen zu vermeiden, wird der New-Product-Development-Prozess in der Regel in mehrere Phasen unterteilt. Jede Phase dient dazu, zusätzliche Sicherheit aufzubauen.

Sicherheit bedeutet, sich über das zu erwartende Ergebnis im Klaren zu sein. Mit wachsender Sicherheit sinkt das Risiko von Fehlinvestitionen ohne oder mit unzureichendem Ertrag. Sicherheit entsteht durch die Validierung zentraler Annahmen, etwa zur Marktnachfrage, zur Zahlungsbereitschaft sowie zur technischen Machbarkeit und Skalierbarkeit. Um weitere Investitionen zu rechtfertigen, ist es daher entscheidend, in jeder Phase neue Evidenz zu sammeln und die Sicherheit zu erhöhen, um schrittweise zusätzliche Mittel freizugeben.

Im Laufe der Zeit sind zahlreiche Frameworks entstanden. Sie unterscheiden sich in Schwerpunktsetzung, Terminologie und Anzahl der Phasen. Die zugrunde liegenden Prinzipien sind jedoch identisch. Das übergeordnete Ziel ist es, aus mehreren Optionen diejenige Lösung zu identifizieren, die das beste Verhältnis von Nutzen zu Kosten verspricht. Dafür müssen zunächst alle relevanten Optionen exploriert und systematisch von vielen auf die eine beste Option verdichtet werden.

Different Innovation Processes Overview

Zu diesem Zweck ist der Innovationsprozess in klar definierte Phasen gegliedert. Jede Phase fokussiert sich auf bestimmte Validierungsaspekte und liefert ausreichend Informationen, um fundierte Entscheidungen zu treffen und Optionen auszusortieren. Im Kern wird jede Idee entlang von vier Dimensionen geprüft: strategische Passung, Kundenbedarf, finanzieller Impact und technische Machbarkeit. Diese Prüfung gewinnt an Bedeutung, je mehr Ressourcen für Validierung und spätere Umsetzung erforderlich sind.

Durch das systematische Durchlaufen der einzelnen Validierungsstufen sichern Unternehmen ihre Investitionen ab. Neue Mittel werden nur dann freigegeben, wenn in der vorherigen Phase ausreichend Evidenz und Sicherheit aufgebaut wurden. Ist dies nicht der Fall, müssen Projekte konsequent beendet werden.

Innovationsgeschwindigkeit: First Mover oder Fast Follower?

Innovation ist im Kern ein Problem der Ressourcenallokation. Es geht nicht nur um Kreativität oder Ideengenerierung. Die häufigsten Ursachen für langsame Innovationsprozesse sind:

  • unzureichende Ressourcenplanung, wenn die richtigen Ressourcen nicht rechtzeitig verfügbar sind,

  • ineffiziente Ressourcennutzung, etwa durch den Einsatz ungeeigneter Kompetenzen,

  • Unklarheit und Mehrdeutigkeit, die zu falschen Richtungen und Verzögerungen führen, sowie

  • Over-Engineering, bei dem Details überoptimiert werden, während der Blick fürs Wesentliche verloren geht.

Um diesen Bremsfaktoren entgegenzuwirken, können Organisationen gezielt sogenannte SLASH-Taktiken einsetzen, um ihre Innovationsgeschwindigkeit zu erhöhen. SLASH steht für settle and focus, lacerate and split, automate and parallelize, store and recycle sowie harmonize and standardize. Die konsequente Anwendung dieser Prinzipien hilft Unternehmen, schneller voranzukommen, Time-to-Market zu verkürzen und vom First-Mover-Vorteil zu profitieren.

Innovationsportfoliomanagement: Maximierung des Return on Investments

Innovationsportfolios geben Aufschluss über Wertbeiträge und Kosten aller Chancen und Projekte entlang der drei Innovationshorizonte.

Typischerweise weisen Horizon-1-Projekte stabilere Renditeprognosen auf als Vorhaben in Horizon 2 und 3. Genau deshalb ist die Ambition so entscheidend, um die richtige Balance im Portfolio zu finden. Nach der Definition der angestrebten Portfoliostruktur müssen Steuerungsgremien kontinuierlich prüfen, ob das Portfolio diese Erwartungen erfüllen kann.

Dabei ist eine ganzheitliche Portfoliosicht entscheidend. Einzelne Projekte sollten nicht isoliert nach ihrem erwarteten ROI bewertet werden, da die höhere Unsicherheit von Horizon-3-Initiativen zu größeren Schwankungen und auch zu Fehlschlägen führen kann. Wichtig ist daher, vorab festzulegen, welches Verlustszenario im Worst Case noch akzeptabel ist. Diese Abwägung wird häufig dadurch gerechtfertigt, dass das Gesamtportfolio trotz einzelner Verluste einen positiven Gesamtertrag liefern kann.

 

Innovation Portfolio Management - Innovation Horizons

Neben erwartetem Wert, Kosten und Vertrauen in die Realisierung müssen Portfoliobewertungen auch Zeit und Geschwindigkeit berücksichtigen. Zu spätes Handeln kann den gesamten Nutzen eines Projekts zunichtemachen. Ein strukturiertes Innovationsportfolio betrachtet daher kontinuierlich den erwarteten Portfolio-ROI, das Konfidenzniveau sowie Zeitpläne. Eine häufig genutzte Aufteilung ist das 70-20-10-Modell.

Organisation von Innovationteams

Die Steuerung von Innovation in einem großen Unternehmen ist eine zentrale strategische Entscheidung. Die richtige Balance zwischen einem zentralen Innovationsteam oder dezentralen Hubs, in den Business Units verankerter Innovation oder der Einbindung externer Partner beeinflusst Innovationsfähigkeit, Kostenstruktur und Agilität maßgeblich.

Optionen zur Sttrukturierung des Innovationsmanagements

Die Steuerung von Innovation in einem großen Unternehmen ist eine zentrale strategische Entscheidung. Die richtige Balance zwischen einem zentralen Innovationsteam oder dezentralen Hubs, in den Business Units verankerter Innovation oder der Einbindung externer Partner beeinflusst Innovationsfähigkeit, Kostenstruktur und Agilität maßgeblich.

Zentrales Team: Eine zentrale Verankerung bündelt alle Innovationsaktivitäten in einem dedizierten Team am Hauptsitz. Das ermöglicht eine starke Ausrichtung an der Unternehmensstrategie, bessere Ressourcenkontrolle und kurze Kommunikationswege. Ein zentraler Innovationshub sorgt zudem für konsistente Workflows und reduziert die Komplexität der Teamsteuerung. Allerdings kann eine starke Zentralisierung Kreativität und Reaktionsfähigkeit auf spezifische Marktbedürfnisse einschränken.

Dezentrale Hubs: Bei diesem Ansatz werden Innovationsaktivitäten auf Regionen oder Business Units verteilt. Das erhöht die Nähe zu lokalen Märkten und ermöglicht passgenauere Lösungen. Dezentrale Strukturen erschließen zudem vielfältige Talentpools und fördern eine schnellere Anpassung an Marktveränderungen. Gleichzeitig steigt der Koordinationsaufwand, und es besteht das Risiko mangelnder strategischer Ausrichtung. Kommunikation und Konsistenz sind in diesem Modell zentrale Erfolgsfaktoren.

The Innovation Organization - Org Chart

Exhibit 3: Organisation von Innovationteams

Im Business verankerte Innovation: Eine weitere Option ist, Innovationsaktivitäten direkt in den einzelnen Business Units zu verankern. Dadurch ist Innovation eng an Geschäftsergebnisse gekoppelt und stark auf spezifische Kundenbedürfnisse ausgerichtet. Dieser Ansatz fördert eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung und des Experimentierens innerhalb der Einheiten. Ohne eine klare übergeordnete Strategie besteht jedoch die Gefahr fragmentierter Aktivitäten und ungenutzter Synergien im Unternehmen.

Externe Partnerschaften: Unternehmen können Innovationsaktivitäten auch über externe Partner organisieren, etwa Start-ups, Forschungseinrichtungen oder Beratungen. Das ermöglicht Zugang zu neuen Ideen, Technologien und Fähigkeiten, ohne große interne Teams aufzubauen. Gleichzeitig ist das Management solcher Partnerschaften komplex, und eine zu starke Abhängigkeit von externen Quellen kann die interne Innovationsfähigkeit schwächen.

Zentrale Rollen im Innovationsmanagementprozess

Bestimmte Rollen sind entscheidend, um diese Organisationsformen mit Leben zu füllen. Unabhängig davon, ob Innovation zentral oder dezentral organisiert ist, tragen diese Rollen klare Verantwortlichkeiten und sichern den Erfolg von Innovationsaktivitäten im gesamten Unternehmen.

Chief Innovation Officer (CInnoO)

Der Chief Innovation Officer (CInnoO) ist die strategische Führungskraft für Innovation im Unternehmen. Er verantwortet die Definition der übergreifenden Innovationsstrategie und stellt sicher, dass diese mit den unternehmerischen Ambitionen im Einklang steht.

In einem zentralisierten Modell steuert der CInnoO sämtliche Innovationsaktivitäten und sorgt für Kohärenz sowie eine klare strategische Ausrichtung.

In einer dezentralen Struktur liegt der Fokus auf Koordination über Regionen oder Business Units hinweg. Ziel ist es, strategische Ausrichtung sicherzustellen und gleichzeitig Raum für lokale Innovationsinitiativen zu lassen.

Ist Innovation direkt in den Business Units verankert, verschiebt sich die Rolle des CInnoO stärker in Richtung Governance. Er stellt geeignete Frameworks, Prozesse und Tools bereit, die Teams befähigen, wirksam zu innovieren und dabei einer gemeinsamen strategischen Linie zu folgen.

Three Key Pillars of an Innovation Leadership Framework by Gartner

Innovation- oder Ideenmanager

Innovationsmanager verantworten die operative Umsetzung von Innovationsinitiativen im Tagesgeschäft. In einem zentralisierten System steuern sie funktionsübergreifende Teams, die an der Entwicklung neuer Produkte, Prozesse oder Services arbeiten.

In dezentralen Hubs führen sie regionale Teams und stellen sicher, dass lokale Innovationen spezifische Marktanforderungen erfüllen und zugleich mit den übergeordneten Unternehmenszielen abgestimmt sind.

Ist die Produktentwicklung in den Business Units verankert, arbeiten Innovationsmanager eng mit den Fachbereichen zusammen. Sie sorgen dafür, dass Produkt- oder Marketinginnovationen die Ziele der jeweiligen Einheit direkt unterstützen und werden zu zentralen Vermittlern, die Business-Bedarf in konkrete Innovationsprojekte übersetzen.

R&D oder Product Development Teams

Diese Teams sind für die technische Umsetzung von Innovation verantwortlich und verwandeln Ideen in konkrete Lösungen.

In einem zentralisierten Modell arbeiten diese Teams an einem Standort. Das erleichtert enge Zusammenarbeit, schnellen Wissensaustausch und den Aufbau einer gemeinsamen Wissensbasis.

In einem dezentralen Modell sind R&D-Teams auf verschiedene Regionen verteilt. Um Doppelarbeit zu vermeiden und Effizienz sicherzustellen, sind hier leistungsfähige Kollaborationstools und klare Prozesse entscheidend.

Bei in Business Units verankerter Innovation sind Produktentwicklungsteams eng an einzelne Geschäftseinheiten angebunden. Sie konzentrieren sich auf Innovationen mit direktem Einfluss auf die Ziele der jeweiligen Einheit. Durch diese hohe Spezialisierung können Innovationen schneller und mit stärker disruptivem Potenzial entstehen.

Marktforscher und Trendanalysten

Diese Rollen sind dafür verantwortlich, neue Chancen, entstehende Trends oder Technologien sowie Kundenbedürfnisse zu identifizieren.

In einem zentralisierten Modell sammeln und analysieren sie Daten für das gesamte Unternehmen und liefern Erkenntnisse, die in eine übergreifende Innovationsstrategie einfließen.

In dezentralen Hubs konzentrieren sich Marktforscher auf lokale Markt- und Branchentrends. So stellen sie sicher, dass regionale Innovationsinitiativen für die jeweiligen Märkte relevant sind.

In einem in Business Units verankerten Modell sind diese Rollen eng in die jeweilige Einheit integriert. Sie liefern spezifische, umsetzbare Insights, die direkt neue Projekte und Innovationsinitiativen innerhalb der Business Unit anstoßen.

Innovation Champions oder Ambassadors

Dabei handelt es sich um Mitarbeitende, die eine Innovationskultur im Unternehmen aktiv fördern und vorantreiben.

In einem zentralisierten Modell fungieren Innovation Champions als Brücke zwischen dem zentralen Innovationsteam und anderen Abteilungen. Sie motivieren zur Beteiligung und stärken die bereichsübergreifende Zusammenarbeit.

In einem dezentralen Modell sind sie über verschiedene Regionen oder Einheiten hinweg aktiv. Sie sorgen dafür, dass Innovation dauerhaft im Fokus bleibt und Wissen im gesamten Unternehmen geteilt wird.

Ist Innovation in den Business Units verankert, spielen Champions eine Schlüsselrolle dabei, die Innovationskultur innerhalb der Einheit aufrechtzuerhalten und sicherzustellen, dass neue Ideen konsequent weiterverfolgt werden.

Intrapreneure und Inkubatoren

Diese Rollen sind zentral für die Förderung disruptiver Innovationen im Unternehmen. Intrapreneure sind Mitarbeitende, die den Freiraum erhalten, unternehmerisch innerhalb der Organisation zu handeln und neue Ventures oder mutige Initiativen voranzutreiben.

In einem zentralisierten Modell arbeiten Intrapreneure häufig in dedizierten Inkubatoren. Dort entwickeln sie Ideen, die das Unternehmen grundlegend verändern können.

In dezentralen oder in Business Units verankerten Modellen agieren Intrapreneure innerhalb bestimmter Regionen oder Einheiten. Sie passen ihre Innovationen an lokale Anforderungen an und greifen gleichzeitig auf zentrale Ressourcen zurück.

Inkubator-Manager schaffen die notwendigen Strukturen, bieten Mentoring und stellen Ressourcen bereit. So ermöglichen sie es Intrapreneuren, zu experimentieren und Prototypen zu entwickeln, ohne durch das Tagesgeschäft eingeschränkt zu werden.

Start-up, Innovationsökoystem- oder Partnermanager

Diese Rollen konzentrieren sich auf den Aufbau und die Pflege externer Beziehungen, die Innovationsaktivitäten gezielt stärken.

In einem zentralisierten Modell steuern sie Partnerschaften auf globaler Ebene und stellen sicher, dass diese strategisch auf die Innovationsziele des Unternehmens ausgerichtet sind.

In dezentralen oder in Business Units verankerten Strukturen bauen sie regionale Partnerschaften mit Start-ups, Hochschulen oder lokalen Forschungseinrichtungen auf. So entstehen zielgerichtete Innovationsimpulse, die spezifische Marktanforderungen adressieren. Diese Rolle ist entscheidend, um externe Innovation ins Unternehmen zu bringen und Zugang zu neuen Technologien, Ideen und Geschäftsmodellen zu schaffen, die intern nicht entstehen würden.

Unabhängig vom Modell hängt erfolgreiche Innovation von klaren Verantwortlichkeiten und enger Zusammenarbeit zwischen diesen Rollen ab. Jedes Modell erfordert Anpassungen in der Ausgestaltung der Rollen, doch ihre Kernaufgabe bleibt gleich: die Innovationsagenda des Unternehmens konsequent voranzutreiben.

Quellen innovativer Ideen

Innovation entsteht nicht im luftleeren Raum. Ein leistungsfähiger Ideenmanagement-Prozess sammelt Ideen aus vielfältigen internen und externen Quellen. Traditionell lag der Fokus vor allem auf Mitarbeitenden, da sie dem operativen Alltag eines Unternehmens am nächsten sind.

Moderne Ideenmanagement-Programme nutzen heute jedoch deutlich breitere Innovationsquellen. Viele Organisationen sammeln Ideen systematisch über verschiedene interne und externe Kanäle, die jeweils eigene Perspektiven liefern. Vier zentrale Quellen, unterstützt durch moderne Ideenmanagement-Tools, sind (Exhibit 4):

Internes Crowdsourcing und Mitarbeitervorschläge: Mitarbeitende aus unterschiedlichen Bereichen können unkompliziert Ideen einreichen und so eine kollaborative Innovationskultur fördern. Ideenmanagement-Plattformen setzen Gamification und Feedback ein, um Beteiligung zu steigern und sicherzustellen, dass Beiträge der Mitarbeitenden eine tragende Rolle für skalierbare Innovation spielen.

Peer Sourcing (Kunden, Partner und Lieferanten): Unternehmen binden externe Stakeholder wie Kunden, Partner und Lieferanten aktiv in die Ideengenerierung ein. Dieser Co-Creation-Ansatz führt häufig zu praxisnahen und marktrelevanten Innovationslösungen.

Externes Crowdsourcing und Broadcasting: Indem Unternehmen Innovationsherausforderungen öffentlich oder gezielt an eine größere Zielgruppe kommunizieren, erhalten sie vielfältige Lösungsvorschläge von Personen außerhalb ihres Netzwerks. Crowdsourcing-Plattformen bieten dafür sichere und leicht zugängliche Umgebungen.

KI-gestützte Ideengenerierung: Künstliche Intelligenz kann auf Basis vorhandener Daten automatisch neue Ideen generieren. Sie erkennt Muster und Trends, priorisiert Optionen und beschleunigt so Bewertung und Umsetzung von Innovationsansätzen.

Different Ideation Approaches Overview

Exhibit 4: Vergleich von Ansätzen zur Ideengenerierung

Die richtige Innovationskultur fördern

Der Aufbau einer starken Innovationskultur ist entscheidend für die langfristige Leistungsfähigkeit und das Überleben eines Unternehmens. Eine Innovationskultur zu fördern bedeutet, Kreativität, Experimentierfreude und Zusammenarbeit gezielt zu unterstützen. Eine gelebte Innovationshaltung treibt nicht nur Wachstum voran, sondern motiviert auch Mitarbeitende. Indem Sie Ihre Unternehmenskultur auf innovative Ideen ausrichten, schaffen Sie die Grundlage für nachhaltigen Markterfolg und langfristige Wettbewerbsfähigkeit.

Um die Unternehmenskultur schnell zu verändern, beginnen Sie damit, innovative Beiträge sichtbar anzuerkennen und zu belohnen. Schon das öffentliche Würdigen kleiner Ideen oder Experimente kann eine unmittelbare Wirkung entfalten und andere zur Beteiligung motivieren. Wenn Mitarbeitende sehen, dass ihre Ideen ernst genommen werden, steigt die Bereitschaft, sich einzubringen und kreative Lösungen voranzutreiben.

Fördern Sie außerdem die Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg. Innovation entsteht häufig dort, wo unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen. Schaffen Sie gezielt Formate, in denen Teams aus verschiedenen Bereichen Ideen austauschen können. Regelmäßige Innovationstage mit vielfältigen Beiträgen können neue Impulse setzen, Silos aufbrechen und das klare Bekenntnis des Unternehmens zur Innovation sichtbar machen.

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Zeit und Ressourcen gezielt für Innovation bereitzustellen, ist ein weiterer wirksamer Hebel, um Dynamik aufzubauen. Statt Mitarbeitende nur punktuell zu ermutigen, einen Teil ihrer Zeit für neue Ideen zu nutzen, sollten kontinuierliche Verbesserung und Innovation fester Bestandteil der Stellenbeschreibungen sein. Das schafft Verbindlichkeit für die Zukunft des Unternehmens und gibt Raum, über das Tagesgeschäft hinauszudenken.

Langfristig müssen Führungskräfte diese Veränderung vorleben. Wenn Führung konsequent Innovation fördert, Experimente unterstützt und Offenheit zeigt, setzt sie den Maßstab für die gesamte Organisation. So wird die richtige Haltung sichtbar verankert und eine nachhaltige kulturelle Transformation ermöglicht.

Die besten Tools, um Innovationen voranzutreiben

Die richtige Kombination von Tools erleichtert wirksames Innovationsmanagement erheblich. Entscheidend ist ein Zusammenspiel von Werkzeugen, die Kreativität fördern, Entscheidungsfindung strukturieren und den systematischen Übergang von Ideen zu Innovationen unterstützen. Die ideale Tool-Landschaft vereint Erkenntnisse aus Foresight, Ideenmanagement, Innovationsprojektmanagement und Innovationsportfoliomanagement und schafft damit die Basis für kurzfristige Verbesserungen und langfristigen Erfolg.

Foresight Tools

Foresight-Tools helfen Unternehmen, zukünftige Trends, Technologien, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen. Sie liefern Einblicke in neue Technologien, Marktveränderungen und sich wandelnde Kundenbedürfnisse und stellen sicher, dass Innovationsaktivitäten an künftigen Entwicklungen ausgerichtet sind.

Werkzeuge wie Trend- und Technologieradare ermöglichen es Teams, unterschiedliche Zukunftsoptionen zu kartieren, zu bewerten und sich anschließend auf die relevantesten Chancen zu fokussieren. Kollaborative Funktionen wie Bewertungen oder Kommentierungen erlauben es verschiedenen Abteilungen, gemeinsam an Zukunftsstrategien zu arbeiten und vielfältige Perspektiven in fundierte Planungen einfließen zu lassen.

Moderne Foresight-Tools nutzen zudem KI, um den manuellen Rechercheaufwand zu reduzieren. Sie informieren Trend- und Technologiescouts automatisch über neue Entwicklungen und Veränderungen in bestehenden Trends.

Kreativitäts- und Ideenmanagement-Tools

Ideenmanagement-Tools erfassen und strukturieren Ideen aus internen Quellen wie Mitarbeitenden sowie aus externen Quellen wie Kunden und Partnern. Durch die Integration solcher Tools können Ideen einfach eingereicht werden, während Crowdsourcing-Plattformen zusätzliche Innovationsimpulse von außen ermöglichen. Automatisierung reduziert den Aufwand für Bewertung und Priorisierung, und KI hilft dabei, Muster zu erkennen und passende Experten vorzuschlagen.

Kreativitätstechniken wie Brainstorming oder Design Thinking sind ebenfalls zentral für die Entwicklung neuer Ideen. Tools, die diese Methoden unterstützen, fördern die Zusammenarbeit, indem Teams gemeinsam Konzepte entwickeln, Ideen weiter schärfen und kreative Möglichkeiten erweitern. KI-gestützte Kreativitäts-Tools inspirieren zusätzlich, indem sie auf Basis von Daten relevante Vorschläge liefern und Teams auf Ideen aufmerksam machen, die sie sonst möglicherweise übersehen hätten.

Innovationsprojektmanagement-Tools

Innovationsprojektmanagement-Tools stellen sicher, dass Ideen effizient vom Konzept in die Umsetzung gelangen. Sie automatisieren Aufgaben, weisen Verantwortlichkeiten zu und setzen klare Fristen, sodass sich Teams auf die Entwicklung wertschöpfender Ideen konzentrieren können. Kollaborationsfunktionen sorgen dafür, dass unterschiedliche Teams abgestimmt bleiben und den Projektfortschritt über visuelle Dashboards verfolgen.

Indem diese Tools Teammitglieder verbinden und ein gemeinsames Ziel klar verankern, verschlanken sie den Innovationsprozess und tragen zu besseren Ergebnissen bei.

Innovationsportfoliomanagement-Tools

Das Management eines Innovationsportfolios ist entscheidend, um kurzfristige Geschäftsziele mit langfristigem Erfolg auszubalancieren. Portfolio-Management-Tools helfen dabei, Ideen zu kategorisieren, zu priorisieren und Ressourcen gezielt auf die vielversprechendsten Initiativen zu verteilen. Kollaborationsfunktionen ermöglichen es Abteilungen, Portfolioentscheidungen gemeinsam abzustimmen und Ressourcen optimal einzusetzen.

Durch die Balance zwischen schnellen Erfolgen und zukunftsgerichteten Projekten können Unternehmen ihre Innovationschancen mit den übergeordneten Unternehmenszielen in Einklang bringen. Indem Automatisierung und Zusammenarbeit in jedem Schritt integriert werden, unterstützen diese Tools den Aufbau eines strukturierten, effizienten und zukunftsorientierten Innovationsportfolios, fördern eine wachstumsorientierte Denkweise und sichern die Wettbewerbsfähigkeit.

Best Practices im Innovationsmanagement

Je nach Situation und Zielsetzung eignen sich unterschiedliche Innovationsmanagement-Prozesse am besten. Wir haben die Merkmale der sechs führenden Ansätze zusammengefasst. Grundsätzlich muss der Innovationsmanagement-Prozess zum Innovations-Operating-Model und zur Unternehmensambition passen.

Blättern Sie durch einige der besten Innovationsmanagement-Prozesse, die wir kennen.

Click the image to read more about the process of VNTR - PostFinance
Click the image to read more about the process of DB Schenker
Click the image to read more about the process of Merz Therapeutics
Click the image to read more about the AllianceSwissPass process
Click the image to read more about the KSB process

Die richtigen Innovations-Key-Performance-Indikatoren (KPIs)

Ein Innovationsprogramm hat nur dann Bestand, wenn es messbare Ergebnisse liefert. Früher oder später fordert das Management belastbare Daten und klare Nachweise für den Beitrag von Innovation. Deshalb ist es entscheidend, den strategischen Fokus von Beginn an mitzudenken.

Da finanzielle Ergebnisse oft erst zeitverzögert sichtbar werden, braucht es spezielle Kennzahlen: handlungsorientierte Innovations-KPIs. Sie helfen, laufende Aktivitäten zu begründen, auszurichten und mit zukünftigen Zielen zu verknüpfen (Exhibit 5).

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Exhibit 5: Die Innovationsmanagement-KPIs

Innovationsaktivitäten optimieren mit Innovation-Management-Software

Ein wirksames Innovationsmanagement ist entscheidend, um eine nachhaltige Wachstumsmentalität zu etablieren und wettbewerbsfähig zu bleiben. Jede Organisation, die ihre Innovationsaktivitäten professionalisieren will, setzt auf Innovation-Management-Software.

ITONICS ist die führende Innovation-Management-Software für maximalen Innovationserfolg. Mit ITONICS optimieren Sie Foresight, Ideenmanagement und Innovationsprojektmanagement in einer Plattform. ITONICS unterstützt Sie dabei,

  • Informationssilos zu beseitigen: Verteilte Teams und fragmentierte Daten führen häufig zu verpassten Chancen und doppelten Aufwänden. Mit ITONICS werden alle Innovationsprojekte, Ideen und Marktinsights zentral gebündelt. Das schafft Transparenz und reduziert Ineffizienzen.

     

  • Chancenidentifikation zu automatisieren: Das manuelle Beobachten und Bewerten neuer Chancen ist zeit- und ressourcenintensiv. ITONICS automatisiert diesen Prozess und hält Sie über Trends, Technologien und Marktveränderungen auf dem Laufenden. So gewinnen Sie kontinuierlich relevante Insights und Inspiration.

     

  • Strategie in umsetzbare Pläne zu überführen: Übersetzen Sie strategische Ziele in klare Aufgaben und Zeitpläne. Mit ITONICS erstellen Sie interaktive Roadmaps, die langfristige Ziele in konkrete Initiativen herunterbrechen und Ressourcen gezielt zuweisen. So kennt jedes Team seinen Beitrag zur Strategie und Fortschritte lassen sich jederzeit nachvollziehen.

     

  • Fortschritt in Echtzeit zu überwachen: Behalten Sie die Umsetzung mit Dashboards und Fortschritts-Tracking im Blick. ITONICS zeigt, wie sich die Innovationsstrategie über Bereiche, Projekte und Teams hinweg entwickelt. Engpässe werden früh sichtbar, Leistung kann an Meilensteinen gemessen und die Umsetzung konsequent an strategischen Prioritäten ausgerichtet werden.

FAQs über Innovationsmanagement

Was ist Innovationsmanagement?

Innovationsmanagement ist der strukturierte Prozess zur Steuerung von Innovationsaktivitäten im gesamten Unternehmen. Er reicht von der Ideengenerierung und -bewertung über Entwicklung bis zur Umsetzung. Ziel ist es, Innovationsarbeit konsequent an strategischen Zielen auszurichten, um Wachstum zu fördern, Effizienz zu steigern und auf Marktveränderungen vorbereitet zu sein.

 
 

Warum ist Innovationsmanagement für Unternehmen wichtig?

Wirksames Innovationsmanagement hilft Unternehmen, sich an Veränderungen anzupassen, wettbewerbsfähig zu bleiben und neue Marktchancen zu erschließen. Es fördert eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung und stellt sicher, dass Ressourcen gezielt in Initiativen investiert werden, die echten Mehrwert schaffen.

Was sind die zentralen Bausteine des Innovationsmanagements?

Zu den Kernbausteinen zählen Strategic Foresight, Trend Scouting, Ideenmanagement, Portfolio Management und die Umsetzungsplanung. Ein erfolgreiches Innovationsmanagement-System integriert Menschen, Prozesse und Tools zu einem wiederholbaren und messbaren Ansatz für Innovation.

Welche Arten von Innovationen lassen sich steuern?

Organisationen können unterschiedliche Innovationsarten im Rahmen einer gemeinsamen Innovationsstrategie steuern, etwa Produktinnovation, Prozessinnovation, Geschäftsmodellinnovation und Serviceinnovation. Ein zentrales Element ist dabei die Balance zwischen inkrementellen Verbesserungen und radikalen Innovationen.

Was sind typische Herausforderungen im Innovationsmanagement?

Unternehmen stehen häufig vor Herausforderungen wie fehlender Abstimmung zwischen Teams, isolierten Prozessen, begrenzten Ressourcen und Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Ideen. Klare Governance-Strukturen, die Einbindung relevanter Stakeholder und digitale Tools helfen, diese Hürden zu überwinden.

Wie ermöglichen digitale Tools ein sicheres und skalierbares Innovationsmanagement?

Führende Innovation-Management-Plattformen wie ITONICS ermöglichen Skalierbarkeit durch zentrale Workspaces und rollenbasierte Zugriffsrechte. Gleichzeitig bieten sie Enterprise-Security auf hohem Niveau, etwa ISO-27001-Zertifizierung, Datenverschlüsselung und Audit-Trails. Damit eignen sie sich ideal für sichere, unternehmensweite Innovationsinitiativen.