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R&D und Tech

14 Readiness Level Frameworks: Der Leitfaden zu TRL, MRL, SRL und mehr

Ursprünglich zur Bewertung von Raumfahrttechnologien entwickelt, hat die Technology Readiness Level (TRL)-Skala zahlreiche verwandte Frameworks inspiriert. Sie reichen von Manufacturing über Commercial, Integration und Service bis hin zu Policy Scores. Es gibt unterschiedliche Arten von Maturity-Level-Frameworks, jeweils zugeschnitten auf spezifische Domänen oder Projektanforderungen. Alle zielen auf dieselbe kritische Frage ab: Ist das wirklich einsatzbereit?

Dieser Leitfaden bringt Struktur in die Vielfalt. Sie erhalten einen vollständigen, klar gegliederten Überblick über 14 Frameworks (Exhibit 1), ihre Einsatzgebiete, ihre Unterschiede und ihre Anwendung in der realen Technologieentwicklung. Der Bogen spannt sich von früher Forschung bis zu Launch und Kommerzialisierung.

The 14 readiness level frameworks and their scales

Exhibit 1: Die 14 Readiness Frameworks

Warum Maturity Scores in R&D und Productentwicklung entscheidend sind

Maturity Scores schaffen Klarheit dort, wo Unschärfe Prozesse ausbremst. In anspruchsvollen R&D-Umgebungen benötigen Teams eine gemeinsame Sprache, um zu beurteilen, ob eine Technologie marktreif ist oder sich noch in früher Forschung befindet.

Ohne strukturierte Bewertungen dominieren subjektive Einschätzungen. Die Folgen sind Verzögerungen, ineffiziente Ressourcennutzung und mangelnde Abstimmung zwischen Engineering, Manufacturing und Kommerzialisierung.

Maturity Frameworks ermöglichen zudem eine systematische Analyse von Kompatibilität, Architektur und Performance eines Systems. Standardisierte Bewertungsansätze unterstützen fundierte Entscheidungen, machen Fortschritte objektiv sichtbar, decken Risiken früh auf und lenken Investitionen dorthin, wo sie den größten Hebel haben.

Was ist ein Readiness Level Framework?

Ein Readiness-Level-Framework ist ein strukturiertes Instrument zur Messung des Fortschritts einer Technologie, eines Produkts oder eines Systems auf dem Weg zur Implementierung. Das bekannteste Beispiel ist die Technology Readiness Level (TRL)-Skala, ursprünglich von der NASA entwickelt.

Project Radar with Ratings

Exhibit 2: Markieren, bewerten, filtern und analysieren Sie Informationen, um das Wesentliche schnell zu erkennen und fundiert zu entscheiden

TRL ist jedoch nicht die einzige Option. Je nach Use Case, etwa Manufacturing, Integration oder Kommerzialisierung, sind andere Bewertungsansätze geeigneter. Die Frameworks schaffen eine konsistente Basis, um Fortschritte über Teams und Domänen hinweg zu vergleichen. Sie lassen sich auch kombinieren, um ein ganzheitliches Bild zu erhalten.

Wie nutzt man unterschiedliche Maturity Scores?

Unterschiedliche Maturity Scores beleuchten unterschiedliche Aspekte von Reife. Jedes Framework ist auf eine spezifische Domäne ausgerichtet, etwa Technologie, Manufacturing, Integration oder Nachfrage.

TRLs helfen, Kernfunktionalität und technische Reife zu verstehen. MRL kommt ins Spiel, wenn es Richtung Produktion geht. SRL und IRL zeigen, wie gut sich Komponenten zu einem Gesamtsystem integrieren lassen. CRL oder MTRL sind relevant bei der Vorbereitung der Kommerzialisierung.

Wählen Sie den Score, der zu Ihrer Entwicklungsphase und Ihrem Business-Kontext passt. Setzen Sie ihn konsequent ein, um Teams auszurichten, Risiken zu reduzieren und Ressourcen gezielt zu steuern.

Technologie- und Systemreife als Basis der Entwicklung

Maturity ist ein strukturierter Maßstab für Fortschritt. Für Technologien und Systeme schaffen Reifegrade eine gemeinsame Sprache, um zu verstehen, was funktioniert, was integrierbar ist und was sich für einen Launch eignet.

Diese Instrumente geben R&D-Teams die Möglichkeit, Funktionalität, Performance und Risiko entlang jeder Entwicklungsstufe nachzuverfolgen. Ob Labormuster oder einsatzbereites System, entscheidend ist die Klarheit darüber, wo Sie stehen und was als Nächstes erforderlich ist.

Dieser Abschnitt stellt fünf zentrale Frameworks vor, mit denen sich die Kernreife von der Einzeltechnologie bis zum Gesamtsystem bewerten lässt.

Technology Readiness Level (TRL): Die Grundlage der Technologie-Reifegradbewertung

TRL ist das am weitesten verbreitete Maturity Framework in Forschung, Industrie und öffentlichem Sektor. Es umfasst neun Stufen, von grundlegenden Prinzipien (TRL 1) bis zu vollständig erprobten Technologien für den operativen Einsatz (TRL 9) (Exhibit 3).

Jede Stufe der TRL-Skala entspricht einem klar definierten Entwicklungsstand. Bei TRL 6 wird ein voll funktionsfähiger Prototyp unter relevanten Bedingungen getestet. TRL 8 steht für eine qualifizierte Technologie, die bereit für den Einsatz ist. TRL 9 beschreibt die höchste Reife, eine bewährte Technologie im realen Umfeld.

Trend and tech rating - Technology readiness level (TRL)

Exhibit 3: Die 9 Technology Readiness Level

Die Stufen sind an konkrete Meilensteine in Test, Bewertung und Implementierung geknüpft. TRL 4 bis 6 fokussieren auf Prototypen in relevanten Umgebungen. TRL 7 bis 9 erfordern Integration, Skalierbarkeit und Validierung unter Realbedingungen.

Eine strukturierte Technology Assessment zeigt, wo ein Konzept heute steht. Die Reife ergibt sich aus nachgewiesener Leistung, nicht aus Potenzial. TRL steuert Investitionen, macht Abhängigkeiten sichtbar und unterstützt die Kommunikation zwischen Engineering, Manufacturing und Strategy.

TRL beantwortet zentrale Fragen: Sind Fähigkeiten nachgewiesen? Wurden sie im richtigen Umfeld validiert? Was fehlt für den nächsten Schritt?

 

System Readiness Level (SRL): Reife ganzer Systeme bewerten

TRL betrachtet Einzelkomponenten. SRL bewertet die Reife eines Systems als Ganzes und analysiert, wie einzelne Teile gemeinsam Missionsziele erfüllen (Exhibit 4).

SRL kombiniert TRLs von Subsystemen mit Bewertungen zur Systemintegration, zu Schnittstellen und zur Gesamtperformance. Es berücksichtigt den Anwendungskontext, da Reife davon abhängt, wie Technologien in einer konkreten Umgebung zusammenspielen.

Gerade in Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und anderen komplexen Domänen ist SRL unverzichtbar. Es macht Risiken sichtbar, die auf Komponentenebene verborgen bleiben, und ermöglicht konsistente Vergleiche großer Programme.

Wenn TRL fragt „Funktioniert es?“, fragt SRL „Funktioniert es zusammen?“.

System readiness level - (SRL)

Exhibit 4: Die System Readiness Level

Integration readiness level (IRL): Reife des Zusammenspiels von Subsystemen

Auch reife Subsysteme können im Zusammenspiel versagen. Hier setzt IRL an.

IRL bewertet Schnittstellen, Datenflüsse und technische Kompatibilität zwischen Komponenten. Besonders wertvoll ist es bei modularen Architekturen, externen Zulieferern oder verteilten Entwicklungsteams.

IRL hilft, Integrationsrisiken frühzeitig aufzudecken. In Kombination mit TRL und SRL stellt es sicher, dass Hardware, Software und Kommunikation unter realen Bedingungen zuverlässig zusammenarbeiten.

Die Verfolgung von IRL reduziert Risiken in späten Phasen, verbessert Übergaben zwischen R&D und Engineering und unterstützt reibungslosere Produkteinführungen.

Integration readiness level - (IRL)

Exhibit 5: Die 9 Integration Readiness Level

Design Readiness Level (DRL): Verbindung von Konzeptdesign und Manufacturing

DRL bewertet die Reife von Engineering-Designs mit Blick auf die Produktionsfähigkeit.

Während TRL den technischen Nachweis betrachtet und IRL den Systemfit, prüft DRL, ob ein Produkt herstellbar und wirtschaftlich produzierbar ist. Anforderungen an Technologie, Materialien, Toleranzen und Montage fließen in die Bewertung ein.

DRL wird häufig parallel zu Manufacturing Readiness Level (MRL) eingesetzt, um die Lücke zwischen Konzept und Produktion zu schließen. Gemeinsam helfen sie, Designabsichten abzustimmen, Iterationsschleifen zu verkürzen und späte Nacharbeiten zu vermeiden.

Science Readiness: Wissenschaftliche Reife missionsgetriebener Forschung

In missionsorientierter Forschung, etwa in Raumfahrt, Healthcare oder Klima, ist auch die wissenschaftliche Reife entscheidend.

Science Readiness bewertet, ob die zugrunde liegende wissenschaftliche Hypothese einsatzbereit ist. Kriterien sind unter anderem Datenqualität, Reproduzierbarkeit, theoretische Reife und Relevanz für die Missionsziele.

Organisationen wie die Canadian Space Agency oder die ESA nutzen Science Assessments ergänzend zu TRL. So wird sichergestellt, dass Lösungen nicht nur technisch machbar, sondern auch wissenschaftlich belastbar sind.

Manufacturing- und Kommerzialisierungsreife für Build and Scale

Für den Markteintritt müssen Technologien nicht nur funktionieren, sondern auch produzierbar, lieferfähig und nachgefragt sein.

Diese Phase bringt zusätzliche Variablen mit sich, etwa Kosten, Qualität, Supply Chains, Kunden und Betrieb. Gleichzeitig steigt das Risiko. Frameworks wie MRL, CRL, ORL, MTRL und die KTH-Methode schaffen Struktur für diese späten Herausforderungen.

Richtig eingesetzt, lenken sie Investitionen, verkürzen Implementierungszeiten und reduzieren Überraschungen. Sie erhöhen Effizienz und stärken Portfolio Management.

Manufacturing Readiness Level (MRL): Vom Labor zur Produktionslinie

MRL misst, wie nah eine Technologie an der Serienfertigung ist (Exhibit 6). Ein funktionierender Prototyp ist noch kein Garant für eine wirtschaftliche Produktion.

MRL bewertet Materialien, Werkzeuge, Supply Chains und Produktionsprozesse hinsichtlich Reproduzierbarkeit und Skalierbarkeit. Die Skala reicht von konzeptionellen Prozessentwürfen bis zu voll funktionsfähigen Produktionssystemen.

In Kombination mit TRL und DRL richtet MRL Engineering und Manufacturing frühzeitig aufeinander aus. Das senkt Risiken, reduziert Iterationen und steigert die Effizienz.

Manufacturing readiness level - (MRL)

Exhibit 6: Die 9 Manufacturing Readiness Level

Commercial Readiness Level (CRL): Kann es sich durchsetzen?

Technisch ausgereifte und produzierbare Produkte sind nicht automatisch erfolgreich. Daher bewertet CRL die Marktfähigkeit (Exhibit 7).

CRL betrachtet Nachfrage, Wettbewerbsvorteile, Preisgestaltung, regulatorische Aspekte und Kundenvalidierung. Ein hoher CRL zeigt, dass Funktionalität und echte Marktnachfrage nachgewiesen sind.

CRL zwingt Teams, Annahmen früh zu testen, idealerweise vor großen Investitionen. Zentrale Fragen sind: Ist das Business-Modell klar? Ist das Wertversprechen validiert? Lässt sich Nachfrage skalieren?

CRL erleichtert den Übergang von R&D zu Commercial Teams und erhöht die Erfolgsquote von Produkteinführungen.

Commercial readiness level - (CRL)

Exhibit 7: Die 9 Commercial Readiness Level

Operational Readiness Level (ORL): Bereit für den Betrieb im Maßstab?

ORL bewertet die Einsatzreife im operativen Betrieb. Es prüft, ob Prozesse, Infrastruktur und Systeme für den Rollout vorhanden sind.

Ursprünglich für kritische Infrastrukturen entwickelt, gewinnt ORL an Bedeutung in Digital Transformation, Verteidigung und komplexen Systemen. Hohe TRL- oder CRL-Werte reichen nicht aus, wenn Schulung, Support oder Sicherheit fehlen.

ORL identifiziert Implementierungsrisiken, Abhängigkeiten von Nutzern, Logistik und Umfeld. Bei hoher ORL ist ein System bereit für den Betrieb.

Market and technology readiness level (MTRL): Balancing tech and business fit

Viele Teams fokussieren sich zu stark auf Technologie und vernachlässigen den Markt. MTRL verbindet beides in einem Framework.

Es eignet sich besonders für frühe Bewertungen und unterstützt Portfolio Manager bei der Priorisierung nach technischem Risiko und Kundenpotenzial. In öffentlichen Programmen oder Venture-Entscheidungen verhindert MTRL einseitige Förderungen.

Jede MTRL-Stufe spiegelt den parallelen Fortschritt von Entwicklung und Kommerzialisierung wider und fördert ein ausgewogenes Vorgehen.

KTH Innovation Maturity: Praktisches Toolkit für Venture-Entwicklung

Die KTH hat ein mehrdimensionales Modell entwickelt, das Reife entlang mehrerer Achsen abbildet, etwa Technologie, Markt, Team, Intellectual Property und Finanzierung (Exhibit 8).

Im Gegensatz zu linearen Skalen wie TRL oder MRL eignet sich dieses Modell für Coaching, Planung und Entscheidungen in dynamischen Umfeldern.

Es hilft Teams, Lücken zu identifizieren und Fortschritte ganzheitlich zu verfolgen. Heute wird es international in Inkubatoren, Corporate Innovation Labs und Förderprogrammen eingesetzt.

KTH Innovation Readiness Level

Exhibit 8: Die 9 KTH Innovation Readiness Level

Spezialisierte Readiness Frameworks für Dual-Use, Daten, Services und Policy

Mit der Ausweitung von Innovation auf Bereiche wie Verteidigung, AI, Gesundheit und öffentliche Verwaltung stoßen klassische Methoden an Grenzen.

Spezialisierte Frameworks berücksichtigen Organisation, Regulierung, Adoption und Einsatzrealität. Program Manager spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie Systementwicklung, Risikoanalysen und Entscheidungsprozesse steuern.

Jedes Framework bringt eine eigene Methodik, ein klares Modell und definierte Erwartungen für den Weg von der Idee zur Wirkung.

Dual-Use Readiness (MIT): Verteidigungs- und kommerzielle Anforderungen verbinden

Die MIT Dual-Use Readiness Levels adressieren Technologien mit ziviler und militärischer Nutzung. In diesen Bereichen verlaufen Innovationen parallel, unterscheiden sich jedoch in Anforderungen, Finanzierung und Risiko.

Das Modell betrachtet drei Dimensionen: Customer, Funding und Technology Readiness. So lässt sich prüfen, ob ein Konzept missionsrelevant ist, ob Nachfrage besteht und ob Finanzierungsmodelle passen.

Übergangsphasen, etwa Beschaffung oder Programmwechsel, werden explizit berücksichtigt. Für Behörden, Industriepartner und Dual-Use-Startups bietet das Modell ein realistischeres Bild von Einsatzreife.

Data Readiness: Ist Ihre Datenbasis reif genug für AI?

AI und Advanced Analytics erfordern mehr als Rohdaten. Data Readiness bewertet, ob Daten nutzbar, verlässlich und entscheidungsrelevant sind.

Data Readiness Levels reichen von einfacher Verfügbarkeit bis zu validierten, kontinuierlich aktualisierten Produktionsdaten. In regulierten Branchen sind Qualität, Ethik und Nachvollziehbarkeit essenziell.

Das Framework betont Mess- und Bewertungsprozesse, etwa Bias-Prüfungen und Reproduzierbarkeit. Ohne hohe Datenreife bleibt selbst das beste AI-Modell unter seinen Möglichkeiten.

Service Maturity: Evidenzbasierte Skalierung digitaler Services

In Healthcare und öffentlichen Services reichen TRLs nicht aus. Entscheidend ist der Nachweis, dass ein Service unter realen Bedingungen funktioniert.

Service Maturity bewertet Einsatzreife anhand von Training, Workflow-Integration, Outcomes und evidenzbasierter Validierung. Sowohl Organisation als auch Endnutzer stehen im Fokus.

Demonstrationsprojekte, Stakeholder-Einbindung und regulatorische Anforderungen sind integrale Bestandteile. Durch Service Readiness Levels lassen sich Fehlschläge im Rollout vermeiden und nachhaltige Nutzung sicherstellen.

Policy Readiness: Von der Idee zur umsetzbaren Politik

Ideen sind schnell formuliert. Umsetzung ist komplex. Das Policy Readiness Level (PRL)-Framework unterstützt Regierungen und Non-Profits dabei, Politikvorschläge auf Klarheit, Umsetzbarkeit und politische sowie operative Passung zu bewerten (Exhibit 9).

Policy readiness level - (PRL)

Exhibit 9: Die 9 Policy Readiness Level

PRL bewertet die Klarheit des Problemstatements, die Logik der Intervention sowie die Reife von Systemen und Stakeholdern, um handlungsfähig zu sein. Es fungiert als Portfolio-Management-Tool in öffentlichen Innovation Labs und unterstützt Förderentscheidungen zwischen konkurrierenden Vorschlägen.

Das Modell umfasst Schritte wie Breadboard-Validierung für Policy-Piloten, Stakeholder-Alignment und die Bewertung nachgelagerter Wirkungen. So wird sichergestellt, dass gute Ideen durch eine tragfähige Programmarchitektur und Perspektiven für Skalierung abgesichert sind.

Wie Sie das richtige Readiness-Framework auswählen und anwenden

Die Auswahl der passenden Bewertungsmethode hilft Projektverantwortlichen, Teams auszurichten, Risiken zu steuern und Ressourcen dort zu priorisieren, wo sie den größten Nutzen entfalten.

Beginnen Sie mit der Klärung des Bewertungsobjekts. Handelt es sich um eine einzelne Technologie, ein Produkt, ein System oder einen Service? Ist eine Demonstration im Feld erforderlich oder wurde die Lösung bereits unter Realbedingungen erprobt? Der Kontext bestimmt die Wahl des Frameworks.

Berücksichtigen Sie anschließend die Phase der Entwicklung oder Beschaffung. Frühphasige Forschung profitiert häufig von TRL oder DRL. Spätere Phasen erfordern eher Bewertungen mit MRL, CRL oder ORL. In Politik oder öffentlichen Services sind PRL oder SRL oft relevanter.

Wählen Sie ein Framework, das sowohl zu Ihrer Domäne als auch zu Ihren Zielen passt. Bei Dual-Use-Lösungen etwa analysiert das MIT-Framework Programmkonzepte entlang von Funding-, Customer- und Technology-Tracks (Exhibit 10).

Readiness Scoring Frameworks

Exhibit 10: Die unterschiedlichen Readiness Level Frameworks

Idealerweise wird der Weg von der Forschung bis zur Kommerzialisierung durch mehrere Bewertungsansätze begleitet. Deshalb empfiehlt es sich, entlang des Stage-Gate-Prozesses unterschiedliche Frameworks zu kombinieren. Richtig eingesetzt, steigert das Effizienz, unterstützt nachhaltiges Wachstum und stellt sicher, dass Entwicklungen zum richtigen Zeitpunkt umgesetzt werden.

Frameworks helfen zudem, Zielkonflikte zwischen Geschwindigkeit und Qualität, Risiko und Ertrag oder Neuartigkeit und Reife zu managen. Über mehrere Projekte hinweg eingesetzt, schaffen sie Konsistenz und Klarheit für Ihr Business und Ihr zukünftiges Portfolio.

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Exhibit 11: ITONICS als führende Software für R&D- und Produktentwicklung

Budget optimieren und Risiken reduzieren: Erhalten Sie eine konsolidierte Sicht auf Ihr R&D-Portfolio. ITONICS hilft, Überschneidungen und Abhängigkeiten zu identifizieren und Ressourcen gezielt auf Initiativen mit höherem Impact zu verlagern. So minimieren Teams Risiken und stellen sicher, dass alle Beteiligten auf definierte Ziele einzahlen.

Entscheidungen transparent treffen: ITONICS unterstützt strukturierte Prozesse wie Stage-Gates mit klaren Entscheidungs- und Bewertungskriterien. Product Manager und weitere Stakeholder arbeiten mit einer Single Source of Truth, um Prioritäten festzulegen, Return on Investment zu verfolgen und die Zusammenarbeit zu verbessern.

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FAQs zu den 14 Readiness Level Frameworks

Was ist der Unterschied zwischen Technology Readiness Levels und anderen Maturity Scores?

TRLs beschreiben die Reife einer spezifischen Technologie. Sie reichen von grundlegender Forschung (TRL 1) bis zum vollständigen Einsatz im operativen Umfeld (TRL 9). Der Fokus liegt auf technischer Machbarkeit. TRLs eignen sich besonders, um zu bewerten, ob sich ein Konzept zu einer funktionierenden Lösung entwickeln lässt.

Andere Maturity Scores verfolgen andere Ziele. MRLs zeigen, ob eine Technologie effizient produziert werden kann. IRLs bewerten, wie gut einzelne Komponenten zusammenarbeiten. CRLs und MTRLs beziehen zusätzlich Markt- und Business-Aspekte ein.

Die Wahl des passenden Bewertungssystems hängt davon ab, was Sie messen möchten: technische Leistungsfähigkeit, Systemintegration, Produktionsskalierbarkeit oder Marktnachfrage.

Wann sollte ich ein Technology Readiness Assessment durchführen?

Führen Sie eine Technology Readiness Assessment an zentralen Entscheidungspunkten durch, etwa vor einer Finanzierung, vor dem Launch oder vor der Übergabe an Engineering oder Manufacturing. Diese Bewertungen liefern ein strukturiertes Bild des aktuellen Reifegrads und zeigen, ob der nächste Entwicklungsschritt sinnvoll ist.

Besonders bei komplexen Projekten mit mehreren Teams oder externen Stakeholdern sind sie wertvoll. Ein gemeinsames Verständnis des TRL verhindert Fehlabstimmungen und reduziert spätere Probleme.

Welches Maturity-Assessment-Framework ist für meine Projekte geeignet?

Das hängt von Ihrer Domäne, Ihren Zielen und der Phase im Technologieprozess ab. Nutzen Sie TRL zur Bewertung der technischen Machbarkeit, MRL für die Produktionsreife, CRL für die Kommerzialisierung sowie SRL oder IRL für die Systemintegration. In Bereichen wie AI oder Healthcare sind zusätzlich Data Readiness oder Service Maturity relevant.

Das beste Framework ist jenes, das Ihre Teams ausrichtet, Entscheidungen fundiert unterstützt und zu Ihren realen Herausforderungen passt.

 
 

Wie hängen Readiness Levels mit nachgewiesenen technologischen Fähigkeiten zusammen?

Readiness Levels basieren auf belastbaren Nachweisen, nicht auf Annahmen. Um TRL-Stufen zu erreichen, müssen Teams auf jeder Ebene belegte Ergebnisse vorweisen, etwa durch Prototypen, Tests oder dokumentierte Leistungsnachweise in einer relevanten Umgebung.

Dieser evidenzbasierte Ansatz stellt sicher, dass eine Technologie nicht nur theoretisch funktioniert, sondern unter den Bedingungen, denen sie in realen Use Cases tatsächlich ausgesetzt ist.