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Warum Trends, Technologien & Inspirationen für Innovation wichtig sind

Dr. Michael Durst
Donnerstag, 18. Mai 2017

Wann immer ich mit Kunden über Innovation und Innovationsmanagement spreche, erscheint der so genannte Innovationstrichter auf dem Präsentationsscreen. Er besagt, dass man einfach Ideen sammeln und durch einen Stage-Gate-Prozess laufen lassen muss, um die vielversprechendsten zu identifizieren. Die daraus resultierenden Innovationen setzen Sie einfach um und voilà: Ihr Unternehmen wird zum innovativsten überhaupt! Denn wenn Sie diesen Trichter ständig füttern, werden Ihnen die neuen Produkt- und Serviceideen nie ausgehen und Sie sind der Konkurrenz immer einen Schritt voraus. Doch stimmt das?

Eine ganze Reihe von Unternehmen, mit denen ich spreche, haben einen Innovationsmanagementprozess auf der Grundlage von Stage-Gate-Ideen geschaffen und eingeführt. Jede Geschäftseinheit erhielt ihren individuellen Stage-Gate-Prozess, die Kriterien der Ideenbewertung sind gut durchdacht und es existiert eine browserbasierte, kollaborative Software. So kann jetzt jeder im Unternehmen – und vielleicht auch außerhalb des Unternehmens – Ideen einbringen, die Ideen anderer bewerten, diskutieren, bewerten und bewerten, vergleichen usw. Verschiedene Gamification-Elemente gewährleisten ein hohes Maß an Beteiligung (wenn sie richtig durchgeführt werden) und einige Berater kümmern sich um die Moderation und das Engagement der Zuschauer.

So weit, so gut. Aber Kunden sagen uns oft: “Wir machen das schon seit ein paar Jahren, aber um ehrlich zu sein, wurde nicht ein einziges bahnbrechendes Produkt, eine Dienstleistung oder eine Lösung im Innovationsmanagementteam geboren”, “Die Open-Innovation-Kampagne, die wir gerade gestartet haben, ist reine PR und Marketing – wir erwarten keinen relevanten Output für unsere Innovation-Pipeline”, “Wir haben diese 500+ Ideen in den letzten drei Monaten gesammelt – keine Ahnung, was wir damit machen sollen”.

Weak Signals, Hypes oder Trends - White Paper

Warum höre ich das immer wieder?

Nach vielen Jahren in der Innovation glaube ich, dass es vor der Ideation einige noch relevantere Aktivitäten zu betrachten gibt. Bevor wir anfangen Ideen zu generieren, ist die größte Frage: Wo sollen wir Ideen sammeln? Was ist das neue Ding, das unsere bestehenden oder neuen Kunden brauchen? Nennen Sie das “wo”, was immer Sie wollen – Blue Ocean, Opportunity Space, White Space etc. Es definiert einen Geschäftsbereich, in dem zukünftiges Wachstum möglich oder sogar notwendig ist. Diese zukünftigen Geschäftsfelder sind der Ort, an dem gemeinsame Ideen erforderlich sind, um neue Produkte, Dienstleistungen und Lösungen zu entwickeln.

Aus meiner Erfahrung werden die besten Ergebnisse in der Ideation erzielt, wenn die Teilnehmer den zukünftigen Geschäftsbereich verstehen, den sie angreifen. Dieses Verständnis kommt durch

  • Trends,
  • Technologien und
  • Inspirationen.

Trends definieren das Umfeld eines Unternehmens. Sie können kategorisiert (z. B. nach STEEP, STEER oder PEST für die politische, wirtschaftliche, soziale und technologische Analyse), innerhalb einer bestimmten Hierarchie sortiert (z. B. Drill-down aus einem übergeordneten Megatrendsystem) und beschrieben werden, um ein gemeinsames Verständnis zu erzeugen. Darüber hinaus ermöglicht eine Trendanalyse und -bewertung das Verständnis, wann und wie ein Trend den aktuellen Zustand beeinflusst und sich für einen zukünftigen Geschäftsbereich entwickeln könnte.

Moderne Technologien sind für viele neue Geschäftsmodelle von großer Bedeutung. Sensoren, Virtual Reality, Machine Learning und Big Data, Digital Health oder das IoT und viele andere Technologien werden die Welt in den kommenden Jahrzehnten verändern. Hier noch mal: Nur ein tiefes Verständnis des Potenzials von Technologien ermöglicht es Unternehmen, die Zukunft zu skizzieren.

Inspirationen definiere ich als frühe Beispiele aus der Praxis, wie Trends und Technologien von Pionieren genutzt werden. Dies können Startups, Forschungseinrichtungen oder auch Risikoträger etablierter Unternehmen sein, die bei einer bestimmten Technologie und/oder einem bestimmten Trend an vorderster Front stehen. Inspirationen kommen oft aus verschiedenen Branchen (was zu so genannten branchenübergreifenden Innovationen führen kann) und helfen, das Potenzial eines Trends und/oder einer Technologie konkret zu verstehen.

Innerhalb unserer Methodik sind Trends, Technologien und Inspirationen miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. Unser End2End-Innovationsansatz hilft unseren Kunden, strukturierte zukünftige Geschäftsfelder aufzubauen und zielgerichtete Ideen in diesen zukunftsträchtigen Geschäftsfeldern zu ermöglichen.

Mein Vorschlag lautet also: Bevor Sie direkt loslegen, sollten Sie zuerst einige Hausaufgaben machen – das vermeidet Enttäuschungen und ermöglicht ein nachhaltiges und erfolgreiches Innovationsmanagement!

Weak Signals, Hypes or Trends

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